Ausbildungsstellenmarkt im Juli 2001: Die Situation ist gut, aber nicht rosig

Bulmahn: „Wir brauchen aber dringend in den neuen Ländern mehr Ausbildungsplätze“

Die heute veröffentlichten aktuellen Daten für den Monat Juli zeigen weiterhin einen positiven Trend am Ausbildungsstellenmarkt. Die derzeitige rechnerische Lücke zwischen der Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber und den Ausbildungsstellen ist erneut deutlich geringer als im Vorjahr.

Bundesweit wurden gegenüber dem Vorjahr fast 5.300 betriebliche Ausbildungsstellen mehr gemeldet. Während es in den alten Ländern knapp 12.000 Stellen mehr waren, sind es allerdings in den neuen Ländern fast 6.700 weniger. Die Lücke zwischen gemeldeten Ausbildungsplätzen und gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern schließt sich stärker, weil gleichzeitig die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplatzsuchenden erheblich zurückgegangen ist: in den alten Ländern um knapp 22.000 und in den neuen Ländern um rund 10.000.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn erklärte dazu heute: „Der Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage am Ausbildungsstellenmarkt kann nur gelingen, wenn auch die Wirtschaft alle notwendigen Anstrengungen unternimmt, um genügend betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die derzeitige Situation am Ausbildungsstellenmarkt ist gut, aber nicht rosig. Gerade in den neuen Ländern brauchen wir mehr betriebliche Ausbildungsplätze für die Jugendlichen.“

Bundesministerin Bulmahn wies darauf hin, dass bereits jetzt in einigen Branchen und Regionen über einen zunehmenden Mangel an Fachkräften geklagt werde. Dieser Mangel werde sich noch verschärfen, wenn die Betriebe jetzt nicht hinreichend ausbilden. Demografisch bedingt werde die Zahl junger Menschen, die eine Berufsausbildung beginnen wollen, insbesondere in den neuen Ländern, deutlich sinken. „Die Betriebe investieren deshalb in ihre eigene Zukunft, wenn sie allen Ausbildungsplatzsuchenden die Chance für eine qualifizierte Ausbildung anbieten. Ausbildung und Qualifizierung ist für die Betriebe in Deutschland ein überlebensnotwendiger Wettbewerbsfaktor“, erklärte die Ministerin abschließend.

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