Deutsche Bergbautechnik: Internationaler Exportschlager mit Wachstumspotenzial

Tunnelbaumaschinen, die am Bildschirm in Echtzeit gesteuert werden. Gläserne Bergwerke, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken und per Mausklick sichtbar werden, mit jedem einzelnen von Zehntausenden von Messpunkten. Moderner Bergbau ist in Deutschland ein Hightech-Betrieb mit einem klar definierten Ziel: den Energieträger Steinkohle effizient, sicher und Umwelt schonend zu gewinnen und zu verarbeiten.

Das macht Bergbautechnik aus Deutschland zur Wachstums- und Zukunftstechnologie. Der bietet sich laut Internationaler Energieagentur bis zum Jahr 2030 alleine auf dem Kohlesektor ein gewaltiger Markt mit einem weltweiten Investitionsbedarf von 400 Milliarden Euro. Mit einer Vielzahl innovativer Produkte und international führender Technologie sind die deutschen Bergbauzulieferer hier auf allen Teilmärkten hervorragend aufgestellt. So ist beispielsweise die RAG-Bergbautechniktochter DBT bereits heute mit einem Anteil von rund 40 Prozent Weltmarktführer im Bereich der Strebtechnik. Basis und Technologieplattform dieses Erfolgs ist der Steinkohlenbergbau hierzulande. Er setzt international Maßstäbe und wirkt als Impulsgeber für andere Branchen. Ohne Bergbautechnik wäre es etwa kaum möglich, einen Skilift sicher zu betreiben. Ein für den Bergbau entwickeltes Induktivmessgerät überwacht den Materialverschleiß und leistet inzwischen auch bei Abspannseilen von Masten und Brückenkonstruktionen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Auch die Bahn wäre ohne Bergbautechnik bedeutend langsamer: Die heute weltweit verbreiteten Drehstromantriebe für Lokomotiven – eingesetzt unter anderem auch im ICE der Deutschen Bahn – gehen auf eine Entwicklung aus dem Steinkohlenbergbau zurück. Dank Bergbautechnik gelangt man durch den Eurotunnel trockenen Fußes von Frankreich nach England. Denn mit dem im Bergbau bewährten Präzisions-Kreiselkompass konnten die beiden Eurotunnel-Teams von Calais und Dover aus zielgenau aufeinander zu arbeiten. Auch beim Trassenbau von Bahnstrecken kommt das geballte Know-how der Geoinformatiker der Deut-schen Steinkohle AG zur Anwendung. Mit Methoden, die einen Querschnitt durch die Hochtechnologie bieten: Satelliten, Stereobildsysteme, Laser und Spezialkameras liefern wichtige Daten, die auch öffentliche Stellen nutzen.

Prozessleittechnik, Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationssysteme sind die Basis für die Abläufe unter und über Tage. Mit modernster Computertechnologie, wie der virtuellen Realität, werden heimische Abbaubetriebe sicherer und wirtschaftlicher. Gleichzeitig entstehen neue Exportschlager der weltweit führenden deutschen Bergbautechnologie. So wie der neu entwickelte High-Tech-Hobel, der mit der doppelten Antriebsleistung eines Formel-1-Rennwagens wertvolle Energie effizienter als jemals zuvor gewinnt – bis zu zweihunderttausend Tonnen Steinkohle pro Monat. Außerdem lernt er gerade das Sehen, damit er selbständig zwischen Kohle und Gestein unterscheiden kann. Durch den Einsatz solcher Technik gewinnen wir alle: sichere Energie für die Versorgung unseres Landes. Die Pole Position im weltweiten Export von Bergbautechnik. Und den Vorsprung für den Technologiestandort Deutschland.

Media Contact

Ulrich Aghte Die Deutsche Steinkohle AG

Weitere Informationen:

http://www.deutsche-steinkohle.de

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