Rogowski: Die deutsche Industrie steht zu ihrer Verantwortung in der

Anlässlich des BDI-Symposiums „Freiheit in Verantwortung. Multinationale Unternehmen in der Globalisierung“ unterstrich Michael Rogowski, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), die deutsche Industrie bekenne sich zu ihrer Verantwortung, bei ihren weltweiten Aktivitäten zu einer ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung in den Gastländern beizutragen.

Die Industrie, so Rogowski, sei mit ihrer starken Exportorientierung und ihren dynamisch wachsenden Auslandsinvestitionen ein wesentlicher Antrieb in der Globalisierung. Deutsche multinationale Unternehmen würden damit automatisch zur Zielscheibe der Globalisierungskritiker. „Die Industrie braucht sich in der Auseinandersetzung mit denen, die meinen, die Globalisierung macht die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer, nicht zu verstecken“, sagte Rogowski.

Mit ihren Auslandsinvestitionen brächten multinationale Unternehmen Kapital in die Gastländer, das dort dringend benötigt werde. Sie förderten den Transfer von technologischem Know-How, schafften qualifizierte Arbeitsplätze und leisteten einen substanziellen Beitrag zum Umweltschutz vor Ort. Außerdem hätten in der Industrie Selbstverpflichtungen an Bedeutung gewonnen. Prominente Beispiele seien die Klimaschutzerklärung der deutschen Wirtschaft und die weltweite Responsible Care-Initiative der Chemischen Industrie. Viele Unternehmen hätten darüber hinaus unternehmensinterne Kodizes ausgearbeitet, die Regeln für verantwortungsbewusstes Verhalten bei ihren weltweiten Aktivitäten festlegen.

„Die Unternehmen brauchen aber auch Freiheit, um ihrer Verantwortung gerecht werden zu können“ unterstrich der BDI-Präsident. In einer Weltwirtschaft mit völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen, kulturellen und rechtlichen Voraussetzungen mache es keinen Sinn, den Unternehmen zu viele starre gesetzliche Vorgaben zu machen. Sie nähmen ihnen die Flexibilität, die sie brauchten, um sich an die Bedingungen vor Ort anzupassen. Mit dem Symposium unterstreiche der BDI seine Bereitschaft zu einem konstruktiven Dialog mit allen relevanten Gruppen über die Chancen und Risiken der Globalisierung. Daher, so Rogowski, begrüße er es, dass neben Vertretern der Industrie, Bundeswirtschaftsminister Dr. Müller, Staatsekretär Ischinger vom Auswärtigen Amt, MdB Dr. Schäuble und dem Stellvertretenden Generalsekretär der OECD, Dr. Schlögl, auch der DGB und die Zivilgesellschaft sich an der Diskussion der BDI-Veranstaltung beteiligt habe.

Das BDI-Symposium befasste sich u.a. mit den OECD Leitlinien für multinationale Unternehmen – einem Katalog von Verhaltensempfehlungen der Regierungen an Auslandsinvestoren. BDI-Präsident Rogowski appellierte an die Unternehmen, die Leitsätze der OECD-Regierungen als Orientierungsrahmen bei ihren globalen Aktivitäten angemessen zu berücksichtigen.

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