Postbank prüft Börsengang

Aufsichtsrat gibt grünes Licht

Der Vorstand der Postbank wird alle Möglichkeiten prüfen, das Unternehmen innerhalb der nächsten 18 Monate an die Börse zu führen. Für ein entsprechendes Arbeitsprogramm, das auch die Einbindung von Investmentbanken umfasst, haben die Aufsichtsgremien des 100-Prozent-Eigentümers Deutsche Post AG und der Deutschen Postbank AG jetzt grünes Licht gegeben.

Deutsche Post-Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Zumwinkel: “Ziel des Börsengangs ist, für unsere Aktionäre bei der Deutschen Post World Net den Unternehmenswert – ganz im Sinne des langfristigen Shareholder Value – zu steigern. Dazu besetzt die Postbank im Retailgeschäft eine einzigartige, für Anleger attraktive Position und spielt in der strategischen Gesamtentwicklung des Post-Konzerns eine wichtige Rolle. Auch nach einem Börsengang werden wir die Mehrheit behalten.”

Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann, Vorstandsvorsitzender der Postbank, sieht in der Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang eine konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens: “Die Postbank nimmt heute eine Spitzenposition ein. Dies ist das Ergebnis unserer klaren und zielstrebigen Ausrichtung auf das standardisierte Privatkundengeschäft. Unsere Anstrengungen werden wir nun nochmals verstärken, um uns fit für die Börse zu machen.”

Kern der Postbank Strategie ist das Geschäft mit privaten Kunden. Unter dem Motto “einfach und günstig” bietet sie ihre mittlerweile vollständige Produktpalette auf einer einzigartigen Vertriebsplattform an. Sie ist als Multikanalbank auf allen für die Kunden relevanten Zugangswegen präsent. Mit den Filialen der Deutschen Post verfügt sie über das dichteste Netz einer Bank in Deutschland. Gleichzeitig gehört sie zu den Marktführern in den Bereichen Online- und Telefon-Banking. Im Geschäftsfeld Firmenkunden profiliert sich die Postbank durch Zahlungsverkehrsleistungen, Logistikfinanzierung und ein risikoarmes Kreditportfolio. Zudem verfügt die Bank bereits heute über eine hocheffiziente Transaktionsplattform, die kurzfristig weiter ausgebaut wird.

Mit ihrer konsequent umgesetzten Strategie konnte die Postbank seit 1999 in vielen Bereichen Marktanteile hinzugewinnen. Insbesondere in den für Banken schwierigen Jahren 2001 und 2002 hat sie ihre Ergebnissituation und die für die Steuerung der Bank relevanten Kennziffern gegen den Branchentrend verbessert. Dabei kommt ihr zugute, dass sie aufgrund ihrer Unternehmensstrategie in deutlich geringerem Ausmaß als der Wettbewerb unter Verlusten im Wertpapiergeschäft leidet, keine hohen Abschreibungen bei Firmenkundenkrediten vornehmen und keine Ergebnisausfälle aus dem Investment-Banking kompensieren muss.

Die Postbank ist heute mit zehn Millionen Kunden, davon fünf Millionen Hauptbankverbindungen, die größte Bank für Privatkunden in Deutschland. Daneben betreut sie 400.000 Firmenkunden. Sie hat im Geschäftsjahr 2002 bei einer Bilanzsumme von 141 Milliarden Euro ein Ergebnis vor Steuern von knapp 400 Millionen Euro vorgelegt. Die Postbank-Gruppe beschäftigt derzeit etwa 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Postbank

Weitere Informationen:

http://www.postbank.de

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