Der Arbeitsmarkt im April: Gedämpfte Frühjahrsbelebung

– Arbeitslosenzahl im April: -78.000 auf 3.020.000
– Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +57.000
– Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent
– Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Im Zuge der Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im April weiter gesunken. Sie hat gegenüber März um 78.000 auf 3.020.000 abgenommen. Dass der Rückgang geringer ausfiel als sonst in einem April, dürfte mit den länger anhaltenden witterungsbedingten Einschränkungen in diesem Jahr zusammenhängen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat daher um 4.000 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 57.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im April 2013 auf 3.989.000 Personen. Das waren 7.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im März 2,37 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,6 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im April 1.001.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum April 2012 ergibt sich ein Anstieg von 109.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung seit knapp einem Jahr über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 961.000 Personen erhielten im April Arbeitslosengeld; 123.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im April bei 4.452.000. Gegenüber April 2012 war dies ein Rückgang von 55.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.019.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 52.000 weniger als vor einem Jahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Trotz konjunktureller Schwäche haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Vorjahresvergleich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im März gegenüber dem Vorjahr um 300.000 auf 41,53 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Februar gegenüber dem Vorjahr um 408.000 auf 28,99 Millionen Personen zugenommen.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in den meisten Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat im April deutlich nachgegeben. 441.000 Arbeitsstellen waren bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 58.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, geht um sechs Punkte auf 147 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahr liegt er um 23 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2012 bis April 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 420.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 4.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang rund 437.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren ebenfalls 4.000 weniger als vor einem Jahr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen noch nicht vor.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter:
http://statistik.arbeitsagentur.de.
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.
Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
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Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
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