Verkehrsprobleme in Afrika und der Karibik

Die Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ der TU Dresden sendet in den kommenden Monaten zwei ihrer Promovierenden nach Kenia sowie nach Trinidad & Tobago. Aufgabe ist es, an der Ausgestaltung und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen im Verkehrssektor in Entwicklungsländern beizutragen.

Im Gegensatz zu Industriestaaten besitzen Entwicklungsländer häufig einen niedrigen Ausbaustand der Straßeninfrastruktur und einen schwachen öffentlichen Personennahverkehr. Dafür werden dort im Verkehrssektor je Einwohner geringere Energiemengen verbraucht, weniger Treibhausgase emittiert, weniger Lärm verursacht und weniger Fläche in Anspruch genommen.

Wissenschaftler prognostizieren jedoch ein stetiges Wachstum des motorisierten Verkehrsaufkommens in den nächsten Jahren. Die Kombination aus rasant steigender Motorisierung und schlechter Infrastruktur sowie einem aggressiven Verkehrsverhalten lassen Unfälle, Lärm- und Luftschadstoffe und sonstige negative Effekte stark ansteigen. Es besteht daher erhöhter Handlungsbedarf, den Rad- und Fußgängerverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr als adäquate Alternative zu etablieren.

Im Rahmen eines EU-finanzierten „Mundus ACP Projekts“ werden Angela Francke und Thilo Becker, beide Mitglieder des Graduiertenkollegs „DIKE – Kostenwahrheit im Verkehr“, mittels Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch die Fortschritte und Entwicklungen in diesen Bereichen unterstützen.

Seit Mitte Oktober bietet Thilo Becker an der Universität von Nairobi (Kenia) Vorlesungen und Seminare zum Thema „Umweltwirkungen des Verkehrs“ an und stellt Lösungsansätze und Beispiele aus Deutschland und Europa vor. Aufbauend auf selbst in Kenia gesammelten Forschungsergebnissen aus dem Vorjahr geht er auch auf langfristige Entwicklungsstrategien ein.

Über die psychologischen Aspekte von Verkehrs- und Mobilitätsverhalten unterrichtet Angela Francke Studenten der Universität der Westindischen Inseln (Trinidad & Tobago) von Februar bis März 2012. Vor allem die Wahrnehmung und das Empfinden von Risiken und Gefahren im Straßenverkehr, die Akzeptanz von Maßnahmen im Bereich des Mobilitätsmanagements und deutsche bzw. europäische Ansätze der Verkehrspsychologie werden hier im Vordergrund stehen.

Bereits abgeschlossen ist der Besuch von Mariana Timm von der Professur für Kommunikationswirtschaft in Trinidad. Aufbauend auf diesen Erfahrungen vor Ort wird der Grundstein gelegt für eine weitere Zusammenarbeit.

Innerhalb des „Mundus ACP Projektes“ werden auch Studierende und Promovierende aus den schwächer entwickelten Regionen von Afrika, der Karibik und dem pazifischen Raum an der TU Dresden studieren und forschen.

Informationen für Journalisten:
Angela Francke, Tel. +49 351 463-36647
E-Mail: angela.francke@tu-dresden.de

Media Contact

Kim-Astrid Magister idw

Weitere Informationen:

http://www.tu-dresden.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik

Von allen Aktivitäten zur physischen Raum- und Zeitüberbrückung von Gütern und Personen, einschließlich deren Umgruppierung – beginnend beim Lieferanten, durch die betrieblichen Wertschöpfungsstufen, bis zur Auslieferung der Produkte beim Kunden, inklusive der Abfallentsorgung und des Recyclings.

Der innovations report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Verkehrstelematik, Maut, Verkehrsmanagementsysteme, Routenplanung, Transrapid, Verkehrsinfrastruktur, Flugsicherheit, Transporttechnik, Transportlogistik, Produktionslogistik und Mobilität.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege ist „Insekt des Jahres 2022“

Heute wurde die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege zum „Insekt des Jahres 2022“ gekürt. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, wählte das Tier…

Abbau von 3D-Proteinstrukturen: Als Öse eingefädelt

Ein Eiweiß in unserem Körper kennt den alten Handarbeitstrick: Anstatt das Garn vom Ende her ins Öhr zu fädeln, kann es leichter sein, eine Schlaufe hindurchzuführen. Auf diese Weise arbeitet…

Mikrobatterie für Halbleiterchips

Forschungsergebnisse über einkristallines Silizium als Batteriebestandteil. In der Mikroelektronik weiß man: je kleiner, effizienter und mobiler Mikrochips sind, umso vielfältiger sind die Anwendungen. Professor Michael Sternad von der Technischen Hochschule…

Partner & Förderer