Die Förderung des Kombinierten Verkehrs mit Binnenschiffen durch den Bund zeigt erste Erfolge

„Der prognostizierte Anstieg der Gütertransportleistungen von mehr als 60 % bis 2015 kann nur bewältigt werden, wenn Straße, Schiene und Wasserstraße in einem integrierten Verkehrssystem effizient zusammenwirken. Wir benötigen zukunftsfähige, pragmatische, aber auch realisierbare Konzepte. Dazu gehört auch die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die deutsche Binnenschifffahrt“, sagte Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der deutschen Binnenschiffahrt (BDB) in Berlin. Für eine wettbewerbsfähige Binnenschifffahrt sei eine leistungsfähige Infrastruktur notwendig. Die Bundesregierung stelle dafür jährlich rund 1 Milliarden Mark zur Verfügung.

Neben dem Ausbau der Wasserstraßen sei die Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen zwischen den Verkehrsträgern national und international eine wichtige, langfristige Aufgabe der Bundesregierung, sagte Mertens.

Ansatzpunkte für eine stärkere Nutzung der Wasserstraßen seien insbesondere im Kombinierten Verkehr (KV), bei der Beförderung von Abfall- und Recyclinggütern sowie beim Großraum- und Schwerverkehr zu sehen. Die Staatssekretärin sagte dazu: „Im Bericht des BMVBW zum KV heißt es: ’Der Kombinierte Verkehr ist der Wachstumsmarkt des Güterverkehrs’. Deshalb haben wir seit Regierungsantritt die Fördersumme für den Aus- und Neubau leistungsfähiger KV-Umschlagterminals, die gerade auch der Binnenschifffahrt zugute kommt, kontinuierlich von 30 auf 120 Millionen Mark jährlich aufgestockt. Die derzeitige Entwicklung im KV Straße/Wasserstraße sei überdurchschnittlich gut. Das Aufkommen habe sich in einem Zeitraum von vier Jahren mit 10,5 Millionen Tonnen im Jahr 2000 nahezu verdoppelt. Nach einer Prognose von 1998 sollte sich der Kombinierte Verkehr mit Binnenschiffen bis zum Jahr 2010 auf 14,6 Millionen Tonnen erhöhen. Dieses Ziel werde voraussichtlich schon 2005 erreicht. Damit zeige die Förderung des KV mit Binnenschiffen durch den Bund bereits erste Erfolge.

Ein wichtiger Baustein für die Stärkung des Wasserstraßentransports sei zudem das im Juli 2001 eröffnete Informationsbüro für den Kurzstreckenseeverkehr, sagte Mertens. Durch die Einbeziehung der Binnenschifffahrtsverbände und der Binnenhäfen werde gewährleistet, dass die Erfahrungen und Probleme der gesamten „nassen“ Transportkette einschließlich der Schnittstellen im Hinterland berücksichtigt würden. Das BMVBW fördert das Informationsbüro jährlich mit 300.000 DM.

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