Kommission beauftragt ESA mit Studie über die Realisierbarkeit eines europäischen Mautsystems

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wurde von der Europäischen Union beauftragt, die Machbarkeit eines gesamteuropäischen Straßenmautsystems auf der Grundlage der Satellitentechnologie zu bewerten.

Die Idee, die hinter dem Einsatz von Satellitentechnologie steckt, ist eine gerechtere Verteilung der Kosten des Straßenverkehrs, indem von denjenigen, die am meisten fahren, Mautgebühren und höhere Versicherungsprämien verlangt werden. Neben der Durchführbarkeitsstudie wird derzeit im Großraum Lissabon ein virtuelles Mautkonzept erprobt.

Diese Forschungsmaßnahme basiert auf einem Vorschlag der Europäischen Kommission vom April 2003, nach dem bis spätestens 2010 alle Fahrzeugbesitzer elektronisch erfasste Straßenbenutzungsgebühren zahlen sollen. Der Vorschlag sieht vor, dass alle Fahrzeuge einen Datenschreiber besitzen, der seine Daten an Satelliten sendet, sodass Daten über die zurückgelegte Strecke, die benutzte Straßenkategorie und die Uhrzeit, zu der die Fahrt stattfand, gesammelt werden können.

Die Vertreter des „Pay-for-Use-Systems“ erwarten sich davon weniger Staus und geringere Infrastrukturkosten. Die Ergebnisse der Untersuchung durch die ESA liegen noch nicht vor. Währenddessen beobachten die Befürworter die Einführung des neuen deutschen Mautsystems für Lkw, das mit dem von den USA betriebenen Global Positioning System (GPS) arbeitet. Die deutsche Bundesregierung erwartet Einnahmen in Höhe von 650 Millionen Euro pro Jahr durch die Einführung dieser Gebühren.

Im Idealfall würde ein gesamteuropäisches Mautsystem jedoch mit dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo arbeiten, das 2008 in Betrieb gehen soll.

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ESA

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