Wie müssen Handy-Bezahlverfahren gestaltet sein, damit sie genutzt werden?

Neue Verbraucherstudie der Augsburger Mobile Payment-Experten / Teilnahme an Umfrage unter http://www.wi-mobile.de/mp3 erfordert kein Spezialwissen.


Knapp 50 Prozent aller Deutschen können sich gut vorstellen, mit dem Handy zu bezahlen, in vielen Fällen wäre dies sogar die bevorzugte Art der Bezahlung. Der Haken an der Sache: Es werden bisher keine Verfahren auf dem deutschen Markt angeboten, die den Wünschen der Kunden entsprechen. Wie muss ein mobiles Bezahlverfahren aussehen, damit es von den Kunden angenommen wird? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Umfrage der Universität Augsburg, die derzeit per Internet-Fragebogen (http://www.wi-mobile.de/mp3) durchgeführt wird.

Die Umfrage ist Teil der unabhängigen Studie „Akzeptanzkriterien für mobile Bezahlverfahren (MP3)“ und baut auf zwei vorangegangenen Studien auf. Die erste Studie MP1 befasste sich dabei 2002 mit der Ermittlung der grundlegenden Anforderungen an ein mobiles Bezahlverfahren. Es wurde ermittelt, in welchen Betragshöhen Zahlungen als sinnvoll angesehen werden und wer das Bezahlverfahren bevorzugt abwickeln soll. Aus den gewonnenen Daten wurden erstmals konkrete Szenarien abgeleitet, die in der zweiten Studie MP2 im Jahr 2003/2004 weiter untersucht wurden. Dabei wurde mit großem Aufwand für 40 Alltagssituationen konkret ermittelt, welche Anforderungen und Präferenzen die Verbraucher bei einer bestimmten Zahlung haben. Hierdurch konnte bereits ein recht präzises Profil eines optimalen mobilen Bezahlsystems für den deutschen Markt abgeleitet werden, das in Kombination mit theoretischen Analysen zum Mobile-Payment-Referenzmodell (MPRM) der Augsburger Forscher führte.

„Wir haben vorgeschlagen, dass die deutschen Mobilfunkanbieter und Banken das Problem gemeinsam lösen“, so Dr. Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering der Universität Augsburg. „Nachdem dies auf dem Markt nicht realisierbar ist, verfeinern wir nun unsere Modelle und werden Möglichkeiten finden, auch auf einem anderen Weg zum Ziel zu kommen.“ Und das Ziel lautet: Einführung von verbraucherfreundlichen und vor allem weit verbreiteten mobilen Bezahlverfahren. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit ist die neue Mobile-Payment-Studie MP3. Untersucht werden beispielsweise Fragen zur Gestaltung der Benutzerschnittstelle, Erfordernis bestimmter Sicherheitsmerkmale, Notwendigkeit der Standardisierung, Klärung der Rolle der Banken sowie detaillierte Vergleiche mit anderen Bezahlsystemen wie Bargeld, Kreditkarte oder Online-Überweisung. Außerdem werden erstmals Zusammenhänge zwischen Mobile Payment und Mobile Marketing erforscht.

MITMACHEN KANN JEDER, DER EIN HANDY BESITZT

Um diese Fragestellungen beantworten zu können, bitten die Augsburger Forscher um möglichst zahlreiche Teilnahme an ihrer Umfrage. Die Untersuchungsergebnisse werden wissenschaftlich veröffentlicht und auch die Teilnehmer selbst können auf Wunsch nach Abschluss der Studie eine Auswertung der Ergebnisse erhalten. Für die Beantwortung der Fragen ist kein Spezialwissen erforderlich, relevant ist nur die persönliche Einstellung und Einschätzung jedes einzelnen Kunden. Mitmachen kann also jeder, der ein Handy besitzt. Die Umfrage kann im Internet unter http://www.wi-mobile.de/mp3 aufgerufen werden.

PRESSEKONTAKT:
Dr. Key Pousttchi
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering (WI-SE)
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (177) 6319508
key.pousttchi@wi-mobile.de

FRAGEN ZUR UMFRAGE MP3:
Laura Goeke
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering (WI-SE)
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (821) 598-4431
Fax +49 (821) 598-4432
laura.goeke@wi-mobile.de

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Klaus P. Prem idw

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