BDI-Studie "Deutschland 2030 – Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung"

„Häufigkeit und Umfang fundamentaler Veränderungen nehmen in der Industrie deutlich zu – und hinter diesem Trend lässt sich kein einheitliches Muster identifizieren.“ Das sagte Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der Präsentation der neuen BDI-Studie „Deutschland 2030 – Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung“ im Auftrag des BDI/BDA-Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik in Berlin.

„Unternehmen, Politik und Gesellschaft im Industrieland Deutschland müssen sich auf neue Spielregeln vorbereiten“, erklärte Schweer. „Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit werden nur dann sicher bleiben, wenn jeder Beteiligte Kooperationen mit Partnern aus ihm fremden Branchen und Disziplinen eingeht.“ Erfolgreich werde nur derjenige sein, dem es gelinge, für die Zukunft neue Allianzen zu schmieden. Entscheidend sei eine offensive Vernetzung – sowohl innerhalb traditioneller Branchen wie mit neuen Branchen.

Vorgelegt wird die Studie von den Experten des BDI-Arbeitskreises „Wertschöpfungsorientierte Innovationsstrategien“ aus Unternehmen und Mitgliedsverbänden in Zusammenarbeit mit Z_punkt The Foresight Company, Köln, einem Institut für strategische Zukunftsfragen. Die Ergebnisse gehen dem BDI zufolge über die Fortschreibung von Trends oder die Verdichtung bestehender Studien zur Zukunftsforschung hinaus: Disruptionen, mögliche Entwicklungen, die auf die Art und den Umfang, wie und was wir in Deutschland produzieren und konsumieren, starken Einfluss nehmen könnten, stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Analysiert wird, welche technologischen, ökonomischen und sozialen Brüche bis 2030 möglich erscheinen und welche Auswirkungen sie auf die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in Deutschland haben können:

– Im Gesundheitssystem führten Trends wie intelligente
Informations- und Kommunikationsdienstleistungen,
Innovationen in der Telemedizin oder gesunde Ernährung zu
fundamentalen Veränderungen.
– Beim Thema Mobilität sei es mit Elektrofahrzeugen allein
nicht getan. Notwendig seien unterstützende
Kommunikations-, Produktions- und Energieinfrastrukturen
sowie grenzüberschreitende Mobilitäts- und
Abrechnungsangebote – für neue Dienstleistungen und
Produkte.
– Das Internet und Software-intensive Systeme wüchsen
zusammen. Diese Konvergenz ermögliche innovative Dienste
und Wertschöpfungsketten. Praktische Anwendungen seien das
Smart Grid in der Stromversorgung, die globale Vernetzung
der Produktion und der Warenlogistik unterschiedlicher
Hersteller oder die Verkehrssteuerung.
– Die staatliche Forschungsförderung müsse sich neuen
Anforderungen anpassen – Stichwort Zukunftsoffenheit. Die
generelle steuerliche Forschungsförderung, die unabhängig
von vordefinierten Projekten greife, sei eine sinnvolle
Antwort auf erwartbare Disruptionen.
Die Politik müsse stärker ressortübergreifend koordinieren und die Vernetzung von Politikfeldern mit parlamentarischer Unterstützung institutionalisieren, um den Wandel erfolgreich mitzugestalten. Bei komplexen Projekten wie der Energiewende bedürfe es einer professionellen Organisationsstruktur.
Die Studie finden Sie unter folgendem Link:
http://www.bdi.eu/download_content/Marketing/Deutschland_2030.pdf
Der BDI hat investitionsagenda.de gestartet, damit wieder mehr in Deutschlands Zukunft investiert wird. Nur mehr Investitionen schaffen neues Wachstum, neue Beschäftigung und neue Aufstiegschancen. Mehr auf www.investitionsagenda.de.
Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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