Im Kampf gegen Lebensmittelallergien Erfolgschancen durch Vorbeugung


Immer mehr Menschen werden von Allergien aller Art geplagt. Die Zahl der Betroffenen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und scheint auch weiterhin zu steigen. Dabei sind allergische Reaktionen auf Lebensmittel zwar nicht so häufig wie Pollen- und Milbenallergien, sie gewinnen aber zunehmend an Bedeutung und treten in erster Linie bei Kindern auf.

Dies liegt häufig an zu frühem Zufüttern von Fremdeiweiß (Kuhmilch, Soja, Ei, Getreide) im Säuglingsalter sowie an der Veränderung und Vielfalt unseres Lebensmittelangebotes.

Hierauf weist der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid) e. V., Bonn, hin.

Die Veranlagung eine Allergie zu entwickeln, wird vererbt, ausgelöst wird sie oft erst später durch den Kontakt mit möglichen Allergieauslösern.

Der aid rät daher einer Allergie bereits im Vorfeld durch vorbeugende Maßnahmen entgegenzutreten; vor allem, wenn durch Vererbung ein erhöhtes Risiko besteht. Dies kann zwar keinen absoluten Schutz vor Allergien bieten, sie aber eventuell abschwächen.

Ernährungsempfehlungen diesbezüglich gibt es bereits für die Stillzeit und darauf aufbauend insbesondere für die ersten Lebensmonate. In diesen sind die Verdauungsfunktionen und das Immunsystem des Säuglings noch nicht voll ausgereift, so dass körperfremde Eiweiße das Risiko eine Allergie zu entwickeln enorm steigern.

Besondere Beachtung sollten dabei Lebensmittel finden, die bekannt dafür sind, häufig eine Allergie auszulösen; so unter anderem Kuhmilch, Soja oder auch Nüsse. Selten hingegen lösen Lebensmittel wie Fleisch, Reis oder Blattsalate Allergien aus.

Allgemein lässt sich sagen, dass Stillen die beste Prävention in den ersten sechs Monaten ist, da Muttermilch auch Immunstoffe liefert. Mit der Beikost sollte erst danach begonnen werden, wobei Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, Soja, Weizenmehl und auch Schokolade bzw. Kakao zunächst (1. Lebensjahr) gemieden werden sollten.

Der Speiseplan kann pro Woche um ein Lebensmittel erweitert werden, um unnötige Abwechslung zu vermeiden und festzustellen, ob das Kind ein Lebensmittel verträgt oder nicht, so der aid.

Während der Schwangerschaft ist keine spezielle Diät notwendig, eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Kost genügt. In der Stillzeit sollte jedoch eine bewusste Lebensmittelauswahl dahingehend stattfinden, dass oft allergieauslösende Lebensmittel vermieden werden.

Berücksichtigt man diese Aspekte, lassen sich gute Erfolge mittels der Prävention erzielen. Kommt es zur Entwicklung einer Lebensmittelallergie, erweist sich die Diagnose oftmals als schwierig, da die Symptome selten direkt mit dem auslösenden Lebensmittel in Verbindung gebracht werden können.

Hilfreich für den behandelnden Arzt können an dieser Stelle Ernährungs- und Symptomtagebücher sein.

Weitere Informationen: aid-Heft „Lebensmittel-Allergien“, DIN A5, 48 Seiten, Best.-Nr. 61-1415, ISBN 3-8308-0106-8, 4,00 DM, 2,05 Euro (Rabatte ab 10 Heften pro Titel) zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung, aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstrasse 8, 53349 Meckenheim, Österreich: OeAV, Achauerstr. 49a, A-2335 Leopoldsdorf.

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Nadine Schulze Presseinfo

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