Weltweite Alzheimer-Forschung auf Erfolgskurs

Weltweit erforschen mehr als 5.000 Wissenschaftler die Alzheimer-Krankheit, die zum Schrecken der Industrienationen geworden ist. Allein in Deutschland leiden über 1 Million Menschen an Alzheimer und jedes Jahr kommen 100.000 neue Patienten hinzu.

Viele neue Erkenntnisse liegen zu den Veränderungen auf zellulärer Ebene bereits vor. So hat man beispielsweise die Enzyme identifiziert, die das Amyloid-Vorläuferprotein an den falschen Stellen spalten, es entsteht das unlösliche ß-Amyloid, das zu den Alzheimer-typischen Plaques verklumpt. Die Pharmaindustrie sucht nun nach Substanzen, die diese Enzyme beeinflussen können.

Östrogene, Cholesterinsenker, Entzündungshemmer, Antibiotika und viele andere Substanzen werden auf ihre Wirksamkeit bei Alzheimer untersucht, um die Krankheit aufzuhalten, die Symptome zu unterbinden und im besten Falle die Plaques wieder aufzulösen.

Doch sind noch große Forschungsanstrengungen notwendig um zu klären, was letztendlich Alzheimer auslöst und wie man dem Krankheitsprozess vorbeugen kann.

Auch auf dem diagnostischen Gebiet wird geforscht, um die Krankheit möglichst früh zu erkennen und die zur Verfügung stehenden Medikamente, die den Krankheitsverlauf aufhalten, rechtzeitig einzusetzen. Neben der Verfeinerung von neurophysiologischen Tests, werden neue bildgebende Verfahren geprüft. Seit Mitte dieses Jahres ist in Deutschland ein erster Test verfügbar, mit dem man aus der Rückenmarksflüssigkeit schon vor dem Auftreten von klinischen Symptomen die Alzheimer-Krankheit nachweisen kann. Die Forscher arbeiten jetzt an Blut- und Urintests.

Auch gibt es neue Erkenntnisse zur verbesserten Pflege und Betreuung der Patienten. Gartenarbeit ist als „Gartentherapie“ in den USA schon eine etablierte Methode, die bei Patienten Ruhe und Ausgeglichenheit fördert. Musiktherapie und das Vorlesen von Texten beruhigen Patienten und bringen verlorene Erinnerungen zurück.

Informationen und Ratgeber für Patienten und Betreuer können bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kostenlos bestellt werden:

Für Patienten, die schon früh von Ihrer Alzheimer-Krankheit erfahren, hat die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) den Ratgeber „Diagnose Alzheimer – Ehrliche Antworten für Patienten“ herausgegeben. Er gibt Hilfestellung in dieser schweren Zeit und beantwortet viele Fragen. Er informiert ausführlich über Diagnose- und Behandlungsmethoden, über mögliche Ursachen sowie den Krankheitsverlauf von Alzheimer. Die überarbeitete 3. Auflage liegt jetzt vor (56 Seiten).

Ratgeber „Leben mit der Alzheimer Krankheit“

Informationen für pflegende Angehörige und Betreuer. Wie kann man die kleinen und großen Probleme und Schwierigkeiten meistern, die im täglichen Leben mit einem Alzheimer-Patienten auftreten; welche Maßnahmen sind im Haushalt zu ergreifen und welche Hilfen von Dritten können in Anspruch genommen werden. Wie sich mit dem Fortschreiten der Krankheit die Anforderungen verändern und wann die persönlichen Grenzen bei der Pflege erreicht sind, kann anhand von Checklisten überprüft werden. Eine Liste mit Adressen von Ansprechpartnern beschließt das Buch (56 Seiten).

Kinderbuch „Meine Oma Gisela“ In kindgerechter Form ist der Verlauf der Krankheit und seine Folgen für das Familienleben beschrieben. Aus Sicht der siebenjährigen Katja werden die krankheitsbedingten Persönlichkeitsveränderungen bei ihrer Oma Gisela verständlich dargestellt. Das Buch ist für Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren geschrieben. Es sollte von Eltern vorgelesen und als Einstieg für ein Gespräch genutzt werden.

Faltblatt „Die Alzheimer Krankheit verstehen“

Hier ist das Wichtigste zum Krankheitsbild, zur Betreuung und Pflege kurz zusammengefaßt.

Alle Materialien können kostenlos unter www.alzheimer-forschung.de im Internet oder bei der Geschäftsstelle bestellt werden:

Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Grabenstr. 5
40213 Düsseldorf
Tel: 0800-200 40 01 (kostenfrei)

Pressestelle:
Dr. Ellen Wiese
Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Telefon: 0211/ 86 20 66 21
Telefax. 0211/ 86 20 66 11
E-Mail: e.wiese@alzheimer-forschung.de

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