Leichtbaufelge mit Antrieb – Fraunhofer LBF erfindet das Rad neu

Leichtbaufelge aus Kohlenstofffaserverbund.<br>Foto: Frauhofer LBF<br>

Das Design ist gelungen, doch das ist eigentlich nebensächlich. Was zählt sind die inneren Werte: Ein Rad aus kohlenstoff-faserverstärktem Kunststoff, das bezüglich Gewicht und Sicherheit ein neues Kapitel der Fahrzeuggeschichte aufschlägt.

PKW-Räder müssen das höchste Maß an Sicherheit und Komfort erfüllen und tatsächlich ermöglichen Faser-Kunststoff-Verbundsysteme (FKV) im Vergleich zu Metall höhere Strukturdämpfungen, höhere Schadenstoleranzen und höhere Bruchdehnungen. Zudem ergibt sich die Möglichkeit der Funktionsintegration und so wurde im Rahmen des Verbundprojekts Systemforschung Elektromobilität vom Fraunhofer LBF ein Kohlenstofffaserverbundrad (CFK) zur Integration eines Elektromotors entwickelt.

Der permanenterregte Synchronmotor ist über ein CFK-Gehäusebauteil mit dem Rad verbunden. Zu sehen gibt es das Hightech-Rad vom 27.–29. September am Stand der Fraunhofer-Allianz Leichtbau bei der Composites Europe in Stuttgart (Halle 4, Stand D03).

Der Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie, denn er spart Gewicht und Energie. Um die Forschung und Entwicklung etwa bei Automobilen oder der Luft- und Raumfahrt voranzutreiben, haben sich im vergangenen Jahr 14 Fraunhofer-Institute zu der Fraunhofer-Allianz Leichtbau zusammengeschlossen und bündeln seither ihre Kompetenzen.

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Anke Zeidler-Finsel Fraunhofer-Institut

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Die Materialwissenschaft bezeichnet eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung – d. h. der Entwicklung, der Herstellung und Verarbeitung – von Materialien und Werkstoffen beschäftigt. Biologische oder medizinische Facetten gewinnen in der modernen Ausrichtung zunehmend an Gewicht.

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