Inspektion von Flugzeugtragflächen

Thermographiebild des Höhenruders eines Segelflugzeugs mit gut verklebter Rippe

Mit den Methoden der Thermographie lassen sich Fehler im Verbundmaterial der Tragflächen von Flugzeugen frühzeitig erkennen und Unfälle damit verhindern.

Die frühzeitige Erkennung struktureller Materialschwächen in Verbundmaterialien ist eine wichtige Aufgabe in der industriellen Qualitätssicherung. In sicherheitsrelevanten Bereichen wie Automobil, Bahn oder Flugzeug ist eine 100-prozentige Inspektion sowohl bei der Produktion als auch später im Service notwendig.

Die Tragflächen von Flugzeugen bestehen oft aus Verbundmaterialien mit vielen Schichten. Mangelhafte Verklebungen oder die Delaminationen von Schichten können jedoch mit herkömmlichen optischen Sensoren nicht erkannt werden. Sie liegen meist unsichtbar für das menschliche Auge unter der Oberfläche.

Thermographische Verfahren mit neuentwickelten Sensoren erlauben einen Blick in das Innere der Materialien. Durch die sehr genaue dynamische Erfassung des Wärmeflusses auf der Oberfläche entlarvt die Thermographie völlig berührungslos und zerstörungsfrei Unregelmäßigkeiten unter der Oberfläche. Mit den modernen Infrarotsensoren ist auch die schnelle, großflächige Inspektion unter den praktischen Einsatzbedingungen in Produktion und Service möglich.

Media Contact

Regina Fischer idw

Weitere Informationen:

http://www.vision.fraunhofer.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften

Die Materialwissenschaft bezeichnet eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung – d. h. der Entwicklung, der Herstellung und Verarbeitung – von Materialien und Werkstoffen beschäftigt. Biologische oder medizinische Facetten gewinnen in der modernen Ausrichtung zunehmend an Gewicht.

Der innovations report bietet Ihnen hierzu interessante Artikel über die Materialentwicklung und deren Anwendungen, sowie über die Struktur und Eigenschaften neuer Werkstoffe.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Ein Drehkreuz für Photonen

Physikern aus Deutschland, Dänemark und Österreich ist es gelungen, für Licht in Glasfasern eine Art Drehkreuz zu realisieren, das die Lichtteilchen nur einzeln passieren lässt. Glasfasern, durch die Laserlicht geleitet…

Bessere Katalysatoren für eine nachhaltige Bioökonomie

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und von der ETH Zürich wollen sogenannte Zeolithe leistungsfähiger machen. Die Verbindungen sind bereits heute unerlässliche Hilfsmittel in der chemischen Industrie und werden seit…

Die ultraviolette Aurora des Kometen Chury

Auf der Erde bringen sogenannte Aurora als Polarlichter die Menschen zum Staunen. Ein internationales Konsortium mit Beteiligung der Universität Bern hat nun beim Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, solche Aurora im…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close