Frauen bewegen Forschung seit 15 Jahren im Netzwerk

Frauenforschung und Frauenbewegung sind in die Jahre gekommen – und doch in Bewegung geblieben. Dies will das Netzwerk Frauenforschung NRW mit der Tagung „FrauenForschung in Bewegung“ am 23.November an der Universität Dortmund anlässlich seines 15-jährigen Bestehens zeigen.

Geplant sind ein Blick zurück auf die Anfänge der Frauenforschung und ihrer Institutionalisierung im Netzwerk Frauenforschung NRW, eine Analyse der (kritischen) Beziehung zwischen Frauenforschung und Frauenbewegung und eine disziplinübergreifende Hinwendung zu neueren Entwicklungen und Zukunftschancen der Frauen- bzw. Geschlechterforschung.

Stimmen aus vielen Disziplinen

Interdisziplinarität und Internationalität, Transkulturalität sowie das Verhältnis von Frauen- und Geschlechterforschung sind dabei ebenso Themen wie neue Möglichkeiten und Formen der Institutionalisierung von Frauen- bzw. Geschlechterforschung in Lehre und Forschung.

Die Liste der Referentinnen zeigt das breite Spektrum des Netzwerks Frauenforschung. Zu Wort kommen Wissenschaftlerinnen des Netzwerks aus unterschiedlichen Disziplinen, aber auch die derzeitige Professorin der Marie-Jahoda-Gastprofessur, Prof. Dr. Amy Masur, Washington State University, eine international bekannte Forscherin in den Bereichen Vergleichende Politikwissenschaft und Politik der Geschlechterverhältnisse mit Schwerpunkt auf dem Vergleich von Public Policies und Verwaltung im europäischen Raum.

Netzwerk wird zum Vorbild für andere Bundesländer

Das „Netzwerk Frauenforschung Nordrhein-Westfalen“ wurde 1986 mit der Berufung von Prof. Dr. Annette Kuhn auf den Lehrstuhl „Frauengeschichte“ an der Universität Bonn begründet. Heute, 15 Jahre später, gehören dem Netzwerk insgesamt 52 Professorinnen und 65 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an. Das Spektrum der Disziplinen reicht von den Arbeitswissenschaften bis zum Sport, von der Japanologie bis zum Design, von der Stadtplanung bis zur Theologie. Das Netzwerk Frauenforschung hat wegen seines „modellhaften und innovativen Charakters“(DFG 1994) inzwischen nicht nur bundesweite Beachtung, sondern auch erste Nachahmungen in anderen Bundesländern gefunden.

Es trägt erheblich zur Verbreitung der Akzeptanz der Frauenforschung im Wissenschaftskanon bei, so der vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium eingesetzte Expertenrat.

Veranstaltet wird die Tagung am 23.11.01 im Campus-Treff, Vogelpothsweg 120, auf dem Campus Nord der Universität Dortmund durch Prof. Dr. Ruth Becker, Leiterin des Fachgebiets Frauenforschung und Wohnungswesen in der Raumplanung, und Dr. Beate Kortendiek, Koordinierungsstelle Frauenforschung NRW.


Weitere Auskünfte
Susanne Linnebach, Ruf und Fax 0231755-5142,
E-Mail linnebac@pop.uni-dortmund.de

Media Contact

Klaus Commer idw

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