Plagiate und Garantieverletzungen erkennnen

Montagesituation und Plombe<br>Fraunhofer IPK<br>

So können Komponenten von Pumpen und Kompressoren für Erdgas gesichert werden, die praktisch schutzlos in Eis und Schnee, Wüsten oder den Tropen betrieben werden. Eine konstruktive Veränderung der zu sichernden Baugruppen ist nicht erforderlich.

Zur sicheren Kennzeichnung wurden die bekannten Schließköpfe (Pinplug) für Inbus-Schrauben durch das Fraunhofer IPK weiterentwickelt und mit einer Aufnahme für Kennzeichnungspulver versehen. Dieses die Originalität beweisende Kennzeichnungspulver kann bei verschiedenen Anbietern kommerziell erworben werden und ist für den Einsatz bei extremen Betriebs- und Umgebungsbedingungen geeignet.

Da unter extremen Betriebs- und Umgebungsbedingungen ein Anbringen der Kennzeichnungspulver – eingebettet in Kitte oder Lacke – einen unsicheren Halt aufweist, wird die neuentwickelte Plombe eingesetzt. Sie enthält das in ausgehärtetem Lack eingebettete Kennzeichnungspulver.

Die Plomben werden aus 6-Kant-Aluminium-Stangen gefertigt und können zusätzlich durch Mikrofräsen mit einer Identität versehen werden. Nach Einbau der Originalkomponente wird die gefüllte Plombe mit einem geeigneten Werkzeug zum Versiegeln in den Innensechskant der abschließenden Inbus-Schraube eingeschlagen. Dies kann auch vor Ort beim Betreiber der Anlage unter den oben genannten extremen Bedingungen geschehen.

Im Servicefall prüft der Servicetechniker zunächst die Unversehrtheit und Originalität der Plombe mit einem Handgerät. Erst durch Zerstören der Plombe gelangt er an die geschützten Baugruppen, führt die erforderlichen Arbeiten durch und versiegelt die Komponenten abschließend erneut durch Einschlagen einer mitgebrachten Plombe.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Roberto Feitscher, Tel.: +49 30 39006-130
E-Mail: roberto.feitscher@ipk.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IPK
Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK betreibt ange­wandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Bandbreite industrieller Aufgaben – von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess und die Wiederverwertung von ­Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Zudem legt das Institut besonderen Wert darauf, produktionstechnische Lösungen auch über den industriellen Bereich hinaus anwendbar zu machen, etwa in den Bereichen Medizin, Verkehr und Sicherheit.

Media Contact

Steffen Pospischil Fraunhofer-Institut

Weitere Informationen:

http://www.ipk.fraunhofer.de/

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