Multimedia-Box mit Extras

Die Multimedia-Box vereint CD/DVD-Player, TV/Radio-Empfänger und die vernetzte Homeserver-Steuerung in einem Gerät. Erstmalig wurden nun verschiedene Metadaten-Technologien des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie in die Applikation integriert.

Entstanden ist dabei eine Anwendung, die den Nutzer beim Entertainment-Genuss mit cleveren Features unterstützt. Zu sehen ist das Ergebnis auf der diesjährigen e/home in Berlin.

Die Recherche nach multimedialen Daten erfordert neue angepasste Suchmethoden, da die relevanten Informationen im Gegensatz zu Textdokumenten nicht explizit vorliegen.

Textbasierte Online-Suchmaschinen erfreuen sich schon seit längerer Zeit großer Beliebtheit. Dennoch ist die Suche nach Multimediadaten immer noch problematisch, da Suchmaschinen wie Google und Altavista zwar in der Lage sind, Bilder und Audiodaten zu finden, aber nur auf Grundlage eines vorgegebenen Dateinamens oder eines subjektiven Stichworts.

Am Fraunhofer IDMT werden Technologien und geeignete Lösungen für die automatische und inhaltsbasierte Suche, Beschreibung und Verarbeitung von Multimediadaten entwickelt.

Die dabei in Form aussagekräftiger semantischer Informationen – wie Klangfarbe und Rhythmus bzw. Farbe und Struktur – extrahierten Daten erlauben es, semantische Aussagen über den Inhalt zu treffen. Damit wird eine neue Suchfunktionalität geschaffen. Textbasierte Such-Eingaben werden mit inhaltsbasierten Anfragen ergänzt um eine intuitivere Recherche zu ermöglichen.

Auf der e/home, die vom 18.10. bis 20.10.2006 in Berlin stattfindet, werden diese Technologien als Teil der „Multimedia-Box“ der Firma Motama vorgestellt. Die Box beherrscht die intelligente Metadatenverwaltung und kann unter anderem ähnliche Inhalte in Archiven finden sowie inhaltlich abgestimmte Playlisten erstellen. Für die Zukunft ist geplant, die Box zu einem smarten Harddisc-Recorder aufzurüsten, der den Geschmack des Nutzers kennt und dementsprechende Inhalte automatisch aufzeichnet.

Die Software der Multimedia-Box basiert auf der Network-Integrated Multimedia Middleware (NMM), die von Motama gemeinsam mit der Universität des Saarlands entwickelt worden ist. Sie stellt eine integrierte und gleichwohl erweiterbare Softwarelösung für das vernetzte Multimedia Home-Entertainment Center dar. Die Hardware basiert dabei auf einem Linux-getriebenen Barebone-PC.

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Henning Köhler Fraunhofer-Gesellschaft

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