EU-Projekt fördert die Innovation in der Multimedia-Nachrichtenbranche

Immer mehr Menschen nutzen Internet-Zeitungen und Nachrichtenportale. Daher wächst auch der Bedarf an immer schnelleren und innovativeren Lösungen für die Presse. Vor kurzem wurde ein EU-Projekt abgeschlossen, das der europäischen Medienbranche hilft, sich an die sich wandelnde Multimedia-Nachrichtenlandschaft anzupassen.

Das Projekt MUDIA (Multimedia Content in the Digital Age – Multimedia-Inhalte im digitalen Zeitalter) wurde im Rahmen des Programms „Technologien der Informationsgesellschaft“ (IST) des Fünften Rahmenprogramms (RP5) gefördert. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Fachleute von Forschungsinstituten und internationalen Medienverbänden aus vier Mitgliedstaaten, die das Ziel verfolgten, neue Trends in der digitalen Produktions- und Vertriebstechnik sowie die notwendigen Instrumente zur Beherrschung solcher innovativen Lösungen zu bestimmen.

Wie aus dem Abschlussbericht des Projektkonsortiums hervorgeht, war es an der Zeit, die Medienbranche mit den Instrumenten zur Anpassung an die digitale Gesellschaft auszustatten: „Die Medienunternehmen sind sich zum Großteil bewusst, dass sie sich in der Informationsverarbeitung diversifizieren und flexibler werden müssen. Wie sie dieses Ziel erreichen, ist jedoch keineswegs klar. Das MUDIA-Projekt stellte die „harten Informationen“, auf die die europäische Multimediabranche angewiesen ist, um sich weiterzuentwickeln und an neue Entwicklungen in der Technik und auf dem Gebiet der Produktion von Inhalten und der Nutzung von Information anzupassen.“

Um so genannte „harte Informationen“ anbieten zu können, führte das MUDIA-Konsortium eine Reihe von Untersuchungen durch. Diese betrafen die zukünftigen Tendenzen beim mobilen Nachrichtenangebot, alternative Online-Nachrichtenangebote, die sich wandelnden Anforderungen der Nutzer und Anbieter sowie Multimedia-Newsrooms. Seit ihrer Veröffentlichung werden diese Berichte eingesetzt, um Vertreter der Medienbranche zu instruieren, um so zur Übernahme innovativer Medienpraktiken anzuregen. Darüber hinaus unterstützte das MUDIA-Konsortium die Politik in Fragen der Informationsgesellschaft.

Das Projekt kann außerdem darauf verweisen, dass es neue Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen der Forschung und den Medien gewonnen hat. Bei der Untersuchung dieses Verhältnisses wurde festgestellt, dass es an Multimedia-Forschern mangelt, die den Anforderungen und Prioritäten der Medienbranche entsprechen. Als Reaktion darauf haben Hochschulpartner aus Irland und den Niederlanden zusammen mit drei weiteren Hochschulen aus Finnland, Deutschland und Spanien einen Plan für ein einjähriges Masters-Programm in Multimedia-Forschung ausgearbeitet.

Angesichts des Erfolgs des ersten Projekts und der Erkenntnis, dass die Forschung auf dem Gebiet der Medieninnovation fortgesetzt werden muss, hat das MUDIA-Team beschlossen, ein Integriertes Projekt (IP) unter dem Sechsten Rahmenprogramm vorzuschlagen. „Diese Initiative erntete massive positive Reaktionen. Es wurden bereits konkrete Schritte zur Gründung des Trägerkonsortiums eingeleitet“, so das MUDIA-Team.

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