Fraunhofer ISE ist Spitzenreiter bei der Präzisionsprüfung von PV-Modulen

Präzise Kalibrierung eines PV-Moduls im CalLab PV Modules am Fraunhofer ISE. ©Fraunhofer ISE

Das Kalibrierlabor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat seine Präzisionsmessungen von PV-Modulen weiter optimiert.

Als Ergebnis umfassender Analysen hat das CalLab PV Modules die Messungenauigkeit bei der Leistungsprüfung von PV-Modulen auf 1,6 Prozent gesenkt. Ein Rundvergleich mit den international führenden Labors (NREL/USA, AIST/Japan und JRC/Italien) hat die hervorragende Reproduzierbarkeit der Messungen bestätigt. Damit baut das Fraunhofer ISE seinen weltweiten Vorsprung bei der Präzision von Leistungsmessungen für PV-Module erneut aus.

Das CalLab PV Modules des Fraunhofer ISE kann durch eine präzisere Leistungsmessung zukünftig noch zuverlässigere Ergebnisse für die Bewertung der Qualität von PV-Modulen liefern. »Eine geringere Messunsicherheit bei der Prüfung von PV-Modulen steigert das Vertrauen in unsere Messergebnisse.

Davon profitieren Modulhersteller sowie Projektentwickler, Banken und Investoren gleichermaßen«, sagt Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter »Photovoltaische Module, Systeme und Zuverlässigkeit«. So wirkt sich beispielsweise die geringere Messunsicherheit eines Referenzmoduls positiv auf die Messgenauigkeit eines Modulherstellers aus und stärkt so das Vertrauen in Typenschild- und Datenblattangaben.

Für internationale Kunden, die Modulmessungen zur Qualitätssicherung von PV-Kraftwerken einsetzen, hat die verbesserte Messgenauigkeit ebenfalls Vorteile. Banken und Investoren profitieren von den präzisen Messungen, weil sich damit die Chancen auf eine sichere Rendite erhöhen.

Die Messunsicherheit von Prüflabors wird in Projekten häufig als Pass-/Fail-Kriterium für die Modulleistung verwendet. »Wenn man davon ausgeht, dass viele Labors noch mit einer Messungenauigkeit von 2,5 Prozent arbeiten, kann eine um knapp 1 Prozent bessere Messunsicherheit bei einem 50 MWp PV-Kraftwerk schnell einen Differenzbetrag von mehreren hunderttausend Euro ausmachen«, erläutert Frank Neuberger vom CalLab PV Modules die Vorteile der optimierten Präzisionsmessung aus wirtschaftlicher Sicht.

Auch Kunden, die Zertifizierungsprüfungen, Langzeit- und Degradationsanalysen am Fraunhofer ISE durchführen lassen, profitieren von der erhöhten Messpräzision. Denn das Risiko einer ungerechtfertigten Ablehnung eines geprüften Modultyps im Rahmen einer Zertifizierungsprüfung sinkt. In entwicklungsbegleitenden Prüfungen können außerdem Degradationseffekte früher erkannt werden.

http://www.callab.de
http://www.ise.fraunhofer.de

Media Contact

Karin Schneider Fraunhofer-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik

Dieser Fachbereich umfasst die Erzeugung, Übertragung und Umformung von Energie, die Effizienz von Energieerzeugung, Energieumwandlung, Energietransport und letztlich die Energienutzung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Windenergie, Brennstoffzellen, Sonnenenergie, Erdwärme, Erdöl, Gas, Atomtechnik, Alternative Energie, Energieeinsparung, Fusionstechnologie, Wasserstofftechnik und Supraleittechnik.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Mediterrane Stadtentwicklung und die Folgen des Meeresspiegelanstiegs

Forschende der Uni Kiel entwickeln auf 100 Meter genaue Zukunftsszenarien für Städte in zehn Ländern im Mittelmeerraum. Die Ausdehnung von Städten in niedrig gelegenen Küstengebieten nimmt schneller zu als in…

Formel 1 auf dem Hallenboden

Mit dem »LoadRunner« hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML eine neue Generation Fahrerloser Transportfahrzeuge (FTF) mit enormer Sortierleistung entwickelt. Dank hochverteilter Künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G ist…

DAS INNOmobil: Ein Tiny House auf Tour!

Hochschule Merseburg weiht INNOmobil als mobilen Ort für Wissenstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft ein. Das als Tiny House konzipierte Wissenstransfermobil ist ein Teilprojekt des Verbundprojektes „TransINNO_LSA“ der Hochschulen Harz, Merseburg…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close