Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt mehr Geld für Energieberatung zur Verfügung

Profitieren werden davon Hausbesitzer und andere private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen, die sich in den vom BMWi geförderten Programmen zu allen Fragen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien beraten lassen können. Sie erhalten dadurch konkrete Hilfestellung, ihre Energiekosten zu verringern.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen Energie sparen und ihre Energiekosten senken, sie wissen jedoch häufig nicht genau wie. Deswegen baut das Bundeswirtschaftsministerium seine konkreten Informations- und Beratungsangebote durch eine unabhängige und qualifizierte Energieberatung deutlich aus. Damit unterstützen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Energie- und Kosteneinsparung. Das bringt Entlastung bei den Energiekosten und schont das Klima. Gleichzeitig werden zusätzliche Investitionen im Baugewerbe und Handwerk sowie bei Anbietern von Energieeffizienztechnologien ausgelöst. Damit wird auch die Konjunktur gestärkt.“

Die deutliche Erhöhung der Mittel, von denen 15 Mio. Euro aus Erlösen aus der Veräußerung von Zertifikaten im Rahmen des Emissionshandels gegenfinanziert werden, soll insbesondere zur Stärkung der folgenden Programme verwendet werden:

Seit 30 Jahren fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Energieberatung der Verbraucherzentralen in mittlerweile über 450 Beratungsstellen. Gegen einen Kostenbeitrag von nur 5 Euro werden jährlich ca. 80.000 Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend zum Thema Energiesparen beraten. Vor kurzem ist die Beratung auch um die Themen Strompreise und Anbieterwechsel erweitert worden. Immer mehr private Verbraucher interessieren sich für das Thema Energiesparen und damit verbundene Kostensenkungen, weshalb für die nächsten Jahre mit einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Beratungen gerechnet werden kann. Die Energieberatung soll daher mit erweiterter Kapazität in mehr Beratungsstützpunkten angeboten werden.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Programms: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Mit dem Programm „Vor-Ort-Beratung in Wohngebäuden“ fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit bis zu 50 Prozent eine umfassende Energieberatung von Hausbesitzern. Dabei werden konkrete Vorschläge für energieeinsparende Maßnahmen gemacht, die auch Aussagen zu deren Wirtschaftlichkeit beinhalten. Bereits im Mai dieses Jahres wurden die Zuschüsse deutlich erhöht und die Förderung um Stromberatung und Thermografiegutachten erweitert. Dadurch konnten deutlich mehr Hauseigentümer motiviert werden, vor größeren energetischen Sanierungen das Beratungsangebot wahrzunehmen und auf diese Weise die Qualität und damit Wirksamkeit der Sanierung zu erhöhen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Seit Mai sind die Antragszahlen auf ca. 3.000 pro Monat gestiegen und haben sich damit mehr als verdoppelt.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden sich unter www.bafa.de. Der von Bundeswirtschaftsministerium und KfW aufgelegte „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten für eine Energieberatung in kleinen und mittleren Unternehmen. Das Programm gibt es seit Februar dieses Jahres. Die KfW rechnet mit Zusagen für über 3.000 Beratungen bis Ende des Jahres. Außerdem stellt die KfW den Unternehmen im Rahmen der Kreditkomponente des Programms zinsgünstige Darlehen bereit, damit die identifizierten Einsparpotenziale auch umgesetzt werden können. Die Nachfrage der Unternehmen nach dem Programm steigt stetig an. Weitere Hinweise für interessierte Unternehmen stehen auf der Webseite des Programms bereit unter www.energieeffizienz-beratung.de

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