Start der geothermischen Stromerzeugung in Landau: Meilenstein bei der Nutzung der Energie aus dem Untergrund

Klug betonte die Demonstrationswirkung des Kraftwerkes. „Diese Anlage wird der geothermischen Stromerzeugung in Deutschland einen Schub verleihen. Damit treiben wir unsere Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien entscheidend voran“, so Klug.

Die Anlage wird eine Strommenge erzeugen, die dem Jahresbedarf von 6.000 Haushalten entspricht. Mit der überschüssigen Wärme sollen anfangs 300 Haushalte und später – nach einer Kapazitätserweiterung – 1.000 Haushalte versorgt werden. Das Projekt wurde durch das Bundesumweltministerium mit über 2,6 Millionen Euro unterstützt.

In Kürze wird als zweites industriell genutztes Geothermiekraftwerk in Deutschland die Anlage in Unterhaching die Stromproduktion aufnehmen. Wärme für große Gebiete der Gemeinde Unterhaching liefert die Anlage schon jetzt.

Astrid Klug wies auch auf geplante Änderungen in den Rahmenbedingungen für die Tie-fengeothermie hin. Sowohl bei der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als auch im Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien seien deutliche Verbesserungen vorgesehen. „Die Nutzung der Geothermie wird von den anstehenden Gesetzesänderungen und Maßnahmen des integrierten Energie- und Klimapakets der Bundesregierung profitieren“, so Klug.

Die Zeichen in der Geothermiebranche stehen damit auf Wachstum. Dies lässt sich an der Zahl der Planungen für geothermische Anlagen erkennen – in Deutschland sind gegenwärtig rund 150 Projekte zur Wärmenutzung oder zur Stromerzeugung in Bearbeitung.

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Michael Schroeren BMU-Pressereferat

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