100. Kommune macht bei Solarbundesliga mit

Mit Illmensee meldete sich die 100. Gemeinde bei der Solarbundesliga der deutschen Kommunen an. Und kurz darauf kam mit dem zum bayerischen Ort Bernau zählenden Dorf Wendern sogar der 101. Teilnehmer hinzu.

„Damit hat die Solarbundesliga in ihrer zweiten Saison einen Blitzstart hingelegt“, freut sich Jörg Dürr-Pucher, der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Es sei eher zu erwarten gewesen, dass mit dem Ende der ersten Saison am 7. Juli eine Ruhepause eintreten würde. An dieser ersten Saison hatten sich 74 Kommunen beteiligt.

„Wir erwarten nun täglich neue Anmeldungen“, sagt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt. „Wir haben die Hürden bewusst auch nicht zu hoch angesetzt“, erklärt der Mitinitiator der Solarbundesliga: „Seine Kommune anmelden kann jeder – vom Bürgermeister über engagierte Installateure und Umweltverbände bis hin zu lokalen Zeitungsredaktionen.“ Wichtig sei lediglich, dass die Zahlen ­ Einwohnerzahl, installierte Fläche solarthermischer Kollektoren und die angeschlossene Gesamtleistung der Photovoltaikanlagen – plausibel hergeleitet werden.

In Illmensee hat Bürgermeister Bernhard Stadler höchstpersönlich den Meldebogen ausgefüllt. Ermittelt wurden die Zahlen im Ort in Nähe des Bodensees anhand des kommunalen Förderprogramms. „Seit drei Jahren fördert unsere Kommune Solaranlagen“, erklärt Stadler. Diese Zahlen lägen vor. Und wegen anderer, älterer Anlagen in Illmensee habe er halt im Ort ein wenig herumtelefoniert. Die Entscheidung für das Förderprogramm im Gemeinderat sei ganz eindeutig gewesen. „Denn uns ist es nicht egal, woher unsere Energie kommt“, so Stadler. Bereits vor sieben Jahren sei der erste Windpark in Illmensee installiert worden. „Das war lange Zeit der größte in Baden-Württemberg“, berichtet der Bürgermeister stolz. Ein Motiv, sich für den Windpark einzusetzen, war auch, dass die Gemeinde als Tourimusort damit ein ökologisches Signal gesetzt habe. „Wir wollen zeigen, dass wir auf eine gesunde Umwelt Wert legen – die die Touristen bei uns auch suchen.“ Und da sei auch der Einsatz von solarthermischen und Photovoltaikanlagen in Illmenss nur folgerichtig.

Die Solarbundesliga soll auch dazu anregen, fundierte Daten vor Ort zu ermitteln. Denn in den meisten Kommunen gibt es heute noch keine Statistik über die Nutzung der Solarenergie. Witt: „Durch eine Beteiligung an der Solarbundesliga können Umweltgruppen, Agenda-Arbeitskreise, Solar-Handwerker oder Stadtwerke die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für die örtliche Wirtschaft und den lokalen Klimaschutz endlich mit Zahlen belegen.“ Und auch die Zahlen der 101 beteiligten Kommunen – darunter die Bundeshauptstadt Berlin auf Rang 89 – können sich sehen lassen: Bei Photovoltaikanlagen bringen es die Gemeinden auf insgesamt mehr als 17 Megawatt installierte Leistung. Das sind mehr als 15 Prozent der in Deutschland installierten Gesamtleistung (rund 110 Megawatt).

Veranstalter der Solarbundesliga sind der Fachinformationsdienst Solarthemen (www.solarthemen.de) und die Deutschen Umwelthilfe e.V. (www.duh.de). Beteiligen können sich an der Solar-Bundesliga alle Städte und Gemeinden in Deutschland. Entscheidende Faktoren sind die installierte Leistung in Watt pro Einwohner im Bereich Photovoltaik sowie die Fläche installierter Solarkollektorsysteme pro Einwohner. Bewertet werden alle privaten, betrieblichen und kommunalen Solaranlagen. Unter „www.solarbundesliga.de“ wird die Tabelle laufend im Internet aktualisiert.

Beteiligung nach Bundesländern: Baden-Württemberg: 34 Bayern: 27 Berlin Brandenburg: 7 Hessen: 6 Niedersachsen: 4 Nordrhein-Westfalen: 10 Rheinland-Pfalz: 5 Saarland: 1 Sachsen: 3 Schleswig-Holstein: 1 Thüringen: 2

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Andreas Witt Pressemitteilung der Solarbundes

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