Initiative fuer solarthermische Kraftwerke gestartet

Auf der internationalen Konferenz fuer erneuerbare Energien „renewables 2004“ in Bonn haben heute Bundesumweltminister Juergen Trittin und die Repraesentanten mehrerer Laender die sogenannte „Global Market Initiative“ (GMI) zur Markteinfuehrung solarthermischer Kraftwerke im Sonnenguertel der Erde vereinbart. Bis zum Jahr 2015 sollen Kraftwerke mit einer Kapazitaet von 5.000 Megawatt errichtet werden. „Damit wollen wir innerhalb von rund zehn Jahren diese Technik zur Marktreife fuehren. Solarstrom wird dann voll konkurrenzfaehig mit fossil erzeugtem Strom aus konventionellen Kraftwerken sein“, sagte der Bundesumweltminister.

In solarthermischen Kraftwerken wird die Sonnenstrahlung durch Spiegelsysteme gebuendelt und die konzentrierte Energie zur Dampf- und Stromerzeugung genutzt. „Diese Anlagen sind besonders interessant fuer den Sonnenguertel der Erde. Sie werden fuer die Energieversorgung der Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, sagte Trittin. Die heute vereinbarte internationale Zusammenarbeit fuer eine der erneuerbaren Schluesseltechnologien im Sonnenguertel der Welt oeffne die Maerkte auch fuer deutsche Unternehmen und schafft hochqualifizierte Arbeitsplaetze, so der Bundesumweltminister weiter.

Vereinbart wurde, durch geeignete Gesetzgebungen und Anreizprogramme zur Foerderung der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, durch transnationalen oder interkontinentalen Stromaustausch mit verbesserten Verguetungen fuer erneuerbaren Strom sowie durch CO2-Zertifikate und bi- und multilaterale Finanzprogramme der Initiative zum Erfolg zu verhelfen. „Dadurch sollen die klimapolitischen Ziele der Laender des Nordens durch die heute schon kosteneffizienteste Solartechnologie besser erreicht und gleichzeitig die ueberlegene solare Ressource der suedlichen Anrainerlaendern im Sonnenguertel der Erde „angezapft“ werden“, sagte Trittin.

Bereits heute zaehlen deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit zur Spitze bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken gehoeren. Der Baubeginn des ersten kommerziellen europaeischen Parabolrinnenkraftwerks soll noch in diesem Jahr in Spanien erfolgen. Hierfuer werden am kommenden Donnerstag im Beisein des Bundesumweltministers die deutschen Unternehmen Schott Rohrglas und Solar Millenium AG ein Rahmenabkommen zur Lieferung von solarthermischen Absorbern fuer das Parabolrinnensystem der AndaSol-Kraftwerke in Hoehe von 40 Millionen Euro vereinbaren.

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