Nanodatenbank: Weitere EU-Förderung speziell für die Großregion

Die kostenlose Datenbank für Produkte, Verfahren und Bedarfe der Nanotechnologie wird gezielt mit regionalen Inhalten ausgebaut. Die Arbeitsgruppe des Experimentalphysikers und Nanotechnologie-Experten Professor Uwe Hartmann, die die überregionale Nanodatenbank entwickelt hat, hat die Federführung des Projekts übernommen.

Eine Informationsplattform rund um das Thema Nanotechnologie in der Großregion soll mit Hilfe der neuen Förderung entstehen. Firmen, aber auch Privatpersonen sollen hier Produkte, Patente, Verfahren und Neuigkeiten speziell aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg, Wallonien und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens finden. Außerdem werden die in der Nanotechnologie tätigen Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitute mit ihren Schwerpunkten und Projekten vernetzt.

Bei dem Vorhaben arbeitet die Arbeitsgruppe von Prof. Uwe Hartmann, die die Nanodatenbank federführend betreut, mit Partnern aus Lothringen (Université Paul Verlaine-Metz), Wallonien (Université de Liege), Luxemburg (Plastic Electronics Luxembourg S.à.r.l ) und Rheinland-Pfalz (FH Kaiserslautern-Zweibrücken) zusammen.

Die Firmen-, Produkt- und Forschungsdaten werden sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache vorliegen. Die einzelnen Standorte in der Großregion werden auf einer interaktiven Landkarte erfasst.

Der Aufbau der überregionalen Nanodatenbank wird bereits seit 2007 von der EU gefördert. Zielgruppen sind Firmen – besonders mittelständische Unternehmen – Institutionen, aber auch Privatpersonen. Eine Suche ist möglich in den Hauptkategorien Produkte, Mess- und Prüftechnik, Dienstleistungen, Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Patente. Unternehmen können beispielsweise einen Bedarf an einem Rohmaterial oder einer bislang nicht realisierten technischen Entwicklung anzeigen. Auch können alle nanotechnologischen Produkte einer bestimmten Firma gesucht oder alle Bedarfe in einem speziellen Anwendungsbereich gesichtet werden.

Mittelfristig sollen global Entwicklungen der Nanotechnologie erfasst und die umfangreichste Datenmenge zur Nanotechnologie bereitgestellt werden.

Die Gemeinschaftsinitiative Interreg der Europäischen Union soll die grenzübergreifende Zusammenarbeit vorantreiben. Finanziert wird Interreg durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Pressekontakt:
Dr. Michael R. Koblischka
Telefon: 0681 / 302-4555
E-Mail: info@nanodaten.de

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