Edelgas-Sensoren für Immunsystem im Medizintechnik-Innovationwettbewerb prämiert

Die Wissenschaftler wollen gemeinsam mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt eine Methode entwickeln, mit der sie immunologisch relevante Biomoleküle mit Hilfe der Magnetresonanztomografie im Organismus auch in sehr geringen Konzentrationen sichtbar machen können. Die beiden Einrichtungen erhalten zusammen 400.000 Euro für die weitere Finanzierung des gemeinsamen Projektes.

Bei Autoimmunkrankheiten wie Rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose reagiert das Immunsystem irrtümlich gegen körpereigenes Gewebe. Die Folge sind starke Entzündungsreaktionen. Welche Rolle spielen Umweltfaktoren bei der Entstehung dieser Krankheiten? Welche Bedeutung kommt vererbbaren Faktoren zu?

Die Wissenschaftler wollen zur Klärung dieser Fragen die Magnetresonanztomografie um ein innovatives Verfahren erweitern. Um spezielle Oberflächenmoleküle von Immunzellen gezielt zu markieren, wollen sie einen Biosensor einsetzen. Dieser Sensor besteht aus sogenannten „Molekülkäfigen“, die das Edelgas Xenon enthalten.

Da Xenon durch die Magnetresonanztomografie mit hoher Empfindlichkeit sichtbar gemacht werden kann, sollen auf diese Weise die immunologisch wichtigen Moleküle direkt in lebenden Zellen und im Mausmodell beobachtet werden. Die Technik soll später in der Diagnostik von Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.

Kontakt:
Dr. Christian Freund, Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, Tel: 030 94793 181, E-Mail: freund@fmp-berlin.de

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Christine Vollgraf idw

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