Studieren ohne Abitur: RUB-Forschungsprojekt startet

Zum kommenden Wintersemester erweitern sich in NRW die Zugangswege von Nicht-Abiturienten zur Hochschule. Welche Chancen sich aus der Öffnung des Hochschulsystems ergeben und welche Erwartungen Berufstätige ohne Abitur an ein Studium haben, erforscht die Ruhr-Universität Bochum in einem neuen, einjährigen Projekt.

Die Gemeinsame Arbeitsstelle der Ruhr-Universität und der IG Metall (RUB/IGM) und die Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der RUB erstellen in dem ab Juli 2010 anlaufenden Projekt „Hochschulzugang für Berufstätige“ eine exemplarische Analyse, gefördert von der Hans-Böckler- und der Otto Brenner Stiftung.

Infoveranstaltung und Kick-Off

Am Mittwoch, 7. Juli 2010 findet um 11 Uhr an der Ruhr-Universität Bochum eine Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt statt. Die Anmeldung ist noch bis zum 2. Juli möglich (E-Mail: rub-igm@rub.de, Tel. 0234/32-26899). Das Tagungsprogramm steht im Internet zum Herunterladen unter

http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub-igm/

Durchlässigkeit des Bildungssystems

Die strukturelle und soziale „Durchlässigkeit“ der nationalen Bildungssysteme spielt eine Schlüsselrolle in der europäischen Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik („Bologna-Prozess“). Dabei steht auch die Verbesserung der Hochschulzugangsbedingungen für Nicht-Abiturienten in Deutschland auf der Tagesordnung. Im März 2009 einigten sich die Bildungs- und Kultusminister der Bundesländer auf bundesweite Mindeststandards zur Öffnung der Hochschulen für Studierende ohne Abitur. Auf dieser Grundlage vereinbarten die Länder einheitliche Regelungen zum Studium für Berufstätige ohne Abitur. Auch die Ruhr-Universität Bochum hat die Hochschulzugangsmöglichkeiten für Personen ohne Abitur neu geregelt.

Viele offene Fragen

Ziel des begleitenden Forschungsprojekts ist, Rahmenbedingungen und Anforderungen für ein erfolgreiches Studium ohne Abitur am Beispiel der Ruhr-Universität Bochum zu ermitteln. Die Forscher untersuchen sowohl, wie zufrieden die Studierenden ohne Abitur mit ihrem Studium sind, als auch, wie die Ruhr-Universität vorgeht, um diese Zielgruppe anzuwerben und zu fördern. Wo sehen zum Beispiel Universität, Unternehmen und Gewerkschaften neue Kooperationschancen, die sich daraus ergeben? Zudem wird die Einbettung der RUB in die Aus- und Weiterbildungsbereiche der Unternehmen und Verbände der Region erforscht.

Weitere Informationen

Dr. Manfred Wannöffel, Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM, Tel. 0234/32-26899, E-Mail: manfred.wannoeffel@rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

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Dr. Josef König idw

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