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Weltweit 80.000 Entlassungen in einer Woche

24.11.2008
USA verzeichnet höchste Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

In der vergangenen Arbeitswoche haben laut Financial Times mehrere Unternehmen die Einsparung von insgesamt rund 80.000 Arbeitsplätzen weltweit angekündigt.

Die Zeitung hat Unternehmensaussendungen, Presse-Briefings und Gewerkschaftsstellungnahmen analysiert, um einen Überblick über die Tragweite der Einsparungsmaßnahmen zu erhalten.

Verschiedenste global tätige Unternehmen setzen den Sparstift bei ihren Mitarbeitern an, um der Rezession gegenzusteuern. Besonders stark spürbar sind die Auswirkungen bereits am Arbeitsmarkt der USA. Für die Hälfte der vergangene Woche angekündigten Jobkürzungen ist allein die US-Bank Citigroup verantwortlich. Diese plant die Streichung von 52.000 Stellen. Aber auch europäische Unternehmen kündigen Sparmaßnahmen an, die sich auf den Arbeitsmarkt auswirken werden.

Besonders hart trifft es den Automobilsektor. Der französische Hersteller Peugeot Citroën plant die Einsparung von 2.700 Arbeitsplätzen und auch Toyota, Mazda und Isuzu wollen tausende Stellen streichen. Einsparungen wird es auch beim österreichischen Stahlkonzern Voestalpine geben. Das Unternehmen wird die Verträge von 2.300 Leasing-Kräften nicht verlängern. Laut Aussagen des Konzernchefs Wolfgang Eder in den "OÖNachrichten" sind von Stellenkürzungen hauptsächlich Niederlassungen in England, Frankreich, Spanien und Italien betroffen. Neben mehreren anderen europäischen Unternehmen plant auch das schwedische Industrieunternehmen Sandvik Kürzungen im Ausmaß von 2.300 Arbeitsplätzen. 30.000 Entlassungen haben allein britische Unternehmen im Lauf der vergangenen zwei Wochen angekündigt.

Von der Krise derzeit am härtesten getroffen sind die USA, wo schon jetzt so viele Menschen arbeitslos sind wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Ankündigungen von Jobkürzungen gehen jedoch weiter und ziehen sich durch alle Wirtschaftssegmente. Die Pepsi Bottling Group streicht 3.150 Stellen, davon 750 in Nordamerika. Der Chiphersteller Lam wird 600 Mitarbeiter kündigen und der größte US-Hühnerfleischproduzent Pilgrim's Pride 335 Mitarbeiter.

Auch Boeing streicht 800 Arbeitsplätze in einer Fabrik in Kansas und tausende weitere Stellenstreichungen werden laufend in US-amerikanischen Kleinunternehmen vorgenommen. Laut Automatic Data Processing, dem weltgrößten Gehaltsabrechnungsunternehmen, wurden in den USA im Oktober in Kleinunternehmen mit 49 oder weniger Beschäftigten rund 25.000 Stellen gestrichen.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ftd.de

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