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Neues Gutachten zur Stärkung der Maritimen Wirtschaft in Niedersachsen

03.09.2008
Forum Küste und Meer

Wirtschaftsminister Walter Hirche und Wissenschaftsminister Lutz Stratmann haben am (heutigen) Mittwoch in Oldenburg im Rahmen des Forums "Küste und Meer" die Bedeutung der Maritimen Wirtschaft und Wissenschaft für Niedersachsen betont:

"Mit seiner langen Tradition verfügt Niedersachsen über einen guten Zugang zu den Wachstumspotenzialen der maritimen Wirtschaft, was nicht zuletzt auch mit den hervorragenden Forschungseinrichtungen im Land zusammenhängt. Dennoch bedarf es weiterer gezielter Entwicklungen, um alle Wachstumspotenziale der maritimen Wirtschaft in Niedersachsen zu nutzen und eine optimale Vernetzung und verstärkte Zusammenarbeit mit der Forschung zu erreichen", so die Minister.

Das Land habe dazu bei der NORD/LB ein Gutachten in Auftrag gegeben, das konkrete Handlungsansätze aufzeigen soll, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft und Wissenschaft in Niedersachsen gefördert und gestärkt werden kann.

Hirche sagte in seiner Rede, dass es wegen der föderalen Struktur der Bundesrepublik von entscheidender Bedeutung sei, regionale Potenziale zu bündeln. Daher sei Niedersachsen mit den anderen Küstenländern übereingekommen, den Aufbau gemeinsamer Cluster zu prüfen. Auch dazu solle das Gutachten der NORD/LB Handlungsempfehlungen geben. "Unser Ziel ist mehr Wachstum und Beschäftigung für die norddeutsche maritime Wirtschaft sowie die nachhaltige Stärkung der Unternehmen in den Regionen", so Hirche.

Wissenschaftsminister Stratmann unterstrich die Bedeutung der Meeresforschung als eine der wissenschaftlichen Leitdisziplinen: "Niedersachsen steht in diesem Bereich gut da - es ist aber unser erklärtes Ziel, noch besser zu werden. Kooperationen in Forschungsverbünden werden auch hier immer wichtiger. Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist dabei die Grundlage der Innovationsstärke unseres Landes", so der Minister.

Das Gutachten soll im Juli 2009 zur Verfügung stehen. Vorher sollen bereits Zwischenergebnisse veröffentlicht werden.

Hintergrund:
Mit mehr als 20 Einzelbranchen ist die maritime Wirtschaft ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Niedersachsen. Häfen, Schifffahrt, Schiffbau, industrielle Offshore mit Unterwassertechnik, Meeresbergbau, Eis- und Polartechnik gehören genauso wie Offshore-Windenergie, maritime Aquakultur, blaue Biotechnologie, Hydrographie, maritime Leit- und Sicherheitstechnik, maritime Umweltschutztechnik, Küstenmanagement und der Wasserbau dazu.

Vielen dieser Branchen werden enorme Wachstumspotenziale prognostiziert. Der ökonomische Erfolg der maritimen Wirtschaft basiert dabei in besonderer Weise auch auf der Leistungsfähigkeit von Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, die in den verschiedenen maritimen Bereichen aktiv sind. Ziel der niedersächsischen Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik ist es, der maritimen Wirtschaft und Forschung optimale Rahmenbedingungen zu bieten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und so vom prognostizierten Wachstum zu profitieren.

Meike Ziegenmeier | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de

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