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Mittelstand bleibt Jobmotor in Deutschland

22.05.2013
Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn weist positiven Beschäftigungseffekt durch Neugründungen nach.

Gut jeder zweite sozialversicherungspflichtige Beschäftigte arbeitete im Jahre 2009 in einem mittelständischen Unternehmen – oder fand dort seit 2001 eine Anstellung.

Damit bestätigt sich, dass sich konjunkturelle Einflüsse auf die Beschäftigungsentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen geringer auswirken als in Großunternehmen.

Einen besonders hohen Beschäftigungsbeitrag leisteten dabei nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) die Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und bis zu 2 Millionen Euro Umsatz.

„Über alle mittelständischen Unternehmen hinweg betrachtet sind zwar im Laufe des untersuchten Zeitraums die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut worden. Zeitgleich entstanden aber durch Gründungen und Unternehmenswachstum so viele neue Beschäftigungsangebote, dass im Mittelstand der Arbeitsplatzverlust mit einem Plus von 13,6 % mehr als ausgeglichen worden ist“, erläuterte IfM-Präsidentin Professor Friederike Welter.

„In den Großunternehmen sank dagegen zwischen 2001 und 2009 die Nettobeschäftigung um 1,2 %. Es bestätigt sich somit, dass es vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sind, die wichtige Impulse für eine permanente Erneuerung und Modernisierung der Wirtschaft geben.“

Für die Studie „Der nachhaltige Beschäftigungsbeitrag von KMU“ hatten die IfM-Wissenschaftler das Umsatzsteuerpanel 2001 bis 2009 der Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter des Bundes und der Länder ausgewertet. Dabei wurde auch deutlich, dass sich der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft fortgesetzt hat.

Von dieser Entwicklung profitieren wiederum vorrangig kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sehr viel flexibler als Großunternehmen Leistungen erstellen können und geringere Fixkosten besitzen. So wuchs im untersuchten Zeitraum (2001 bis 2009) beispielsweise das KMU-Arbeitsplatzangebot in den wissensorientierten Dienstleistungen um 37,4 % – in den Großunternehmen jedoch nur um 6,6 %. Zu den wissensorientierten Dienstleistungen gehören beispielsweise die (nicht-)technische Beratung und Forschung sowie die Kommunikationsberufe.

Dr. Jutta Gröschl | idw
Weitere Informationen:
http://www.IfM-Bonn.org

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