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Wieder mehr Gründer in Deutschland

18.02.2014
- 93.000 Existenzgründer mehr im Jahr 2013
- Selbstständigkeit im Nebenerwerb wird verstärkt genutzt
- Gründungsaktivität im Vollerwerb bleibt wegen guter
Arbeitsmarktsituation weiter gering

Nach zwei Rückgängen in Folge zieht das Gründungsgeschehen in Deutschland wieder an: Im Jahr 2013 haben rund 868.000 Personen eine selbstständige Tätigkeit begonnen; das sind rund 12 % oder 93.000 Existenzgründer mehr als im Vorjahr.

Dies ist das zentrale Ergebnis des aktuellen KfW-Gründungsmonitors. Der Anstieg ist alleinig auf ein deutliches Plus bei den Nebenerwerbsgründern zurückzuführen. Ihre Zahl liegt bei 562.000, nach 460.000 im Jahr davor. Die Zahl der Vollerwerbsgründer hat sich mit 306.000 hingegen kaum verändert

(2012: 315.000).

Die unterschiedliche Entwicklung ist das Ergebnis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2013: Der Druck, sich im Vollerwerb selbstständig machen zu müssen, blieb aufgrund der anhaltend guten Arbeitsmarktsituation wie erwartet gering. Beachtlich ist hingegen wie positiv die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb auf das - trotz der insgesamt flauen gesamtwirtschaftlichen Konjunktur - doch deutliche Anziehen der Inlandsnachfrage reagierte:

"Der Markt ist da - und viele nutzen ihn offenbar, um sich mit einer Selbstständigkeit im Nebenerwerb etwas hinzuzuverdienen", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Diese Möglichkeit scheint insbesondere für zuvor nicht erwerbstätige Personen attraktiv zu sein, denn sie sind unter den Nebenerwerbsgründern vermehrt zu finden." Die Nebenerwerbsgründer setzten häufiger als im Vorjahr eine explizite Geschäftsidee um, wurden also nicht verstärkt durch fehlende Erwerbsalternativen in die Selbstständigkeit getrieben - sie haben vergleichbare Haushaltseinkommen wie Vollerwerbsgründer. Der Start im Nebenerwerb ist für sie möglicherweise nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die Vollerwerbsselbstständigkeit.

"Im Jahr 2014 werden die prognostizierte Belebung der Konjunktur sowie die voraussichtlich weiter anhaltend positive Arbeitsmarktlage vermutlich zu einem abermaligen Anstieg der Gründungsaktivität führen. Dieser wird erneut durch den Nebenerwerb getrieben sein", sagt Zeuner zu den Erwartungen des laufenden Jahres.

Service:

Die Entwicklung des Gründungsgeschehens 2013 ist das erste Ergebnis des KfW-Gründungsmonitors 2014. Die vollständigen Ergebnisse wird die KfW Bankengruppe im Mai 2014 im Rahmen eines Pressegesprächs mit Dr. Jörg Zeuner, dem Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, vorstellen. Den finalen Bericht finden Sie dann auf der Website der KfW Bankengruppe www.kfw.de.

Der repräsentativen jährlichen Bevölkerungserhebung der KfW Bankengruppe zum Gründungsgeschehen in Deutschland liegt ein sehr umfassendes Gründerkonzept zugrunde. Es werden gewerbliche und freiberufliche Gründungen, Voll- und Nebenerwerbsgründer sowie Neugründungen, Unternehmensübernahmen und tätige Beteiligungen erfasst. So kann ein ganzheitliches Bild der Gründungstätigkeit vermittelt werden. Der KfW-Gründungsmonitor wird seit dem Jahr 2000 durchgeführt. Die Befragung im Jahr 2013 fand vom 24. Juli bis 5.

Dezember statt.

Informationen zum Angebot der KfW Bankengruppe für Gründer finden Sie auf der Website https://gruenden.kfw.de. Interessierte Gründer haben zudem die Möglichkeit, sich bei KfW-Experten über die Hotline

0800 539-90 01 beraten zu lassen.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM), Sonja Höpfner, Tel. +49 (0)69 7431 4306, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: presse@kfw.de

Sonja Höpfner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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