Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Kurzarbeiter von heute sind die Existenzgründer von morgen

21.01.2010
Damit die Existenzgründung langfristig hält, entwickelten Forscher und Jungunternehmer gemeinsam Managementhilfen, die auch noch nach der Start-up-Phase Unterstützung bieten, bis das Unternehmen auf dem Markt Fuß gefasst hat. Das Projekt wurde aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die AiF gefördert.

Die Wirtschaftskrise führt es uns allen gerade deutlich vor Augen: Die Arbeitswelt verändert sich, Arbeitnehmer müssen vielfach ihre gewohnten Beschäftigungsverhältnisse verlassen und selbst zu Unternehmern werden. Zurzeit warten alle darauf, was passiert, wenn möglicherweise mehr als eine Million Kurzarbeiter dieses Jahr auf den Arbeitsmarkt strömen. Für viele wird Existenzgründung dann eine Alternative zur Arbeitslosigkeit werden.

In der Anfangsphase können Gründer mit reichlich Unterstützung rechnen, wie Startbeihilfen, Gründertrainings und Ähnlichem. Ist die Firma aber erst gegründet, werden die Jungunternehmen häufig sich selbst überlassen. Diverse Start-up-Programme laufen schlagartig aus, noch bevor die Konsolidierung am Markt erfolgt.

Hilfreich in dieser schwierigen Phase kann eine Entwicklung aus der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) sein. Die Wissenschaftler am Institut für Unternehmenskybernetik (IfU) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen haben die so genannte "Bewährungsphase" genauer unter die Lupe genommen und stellten fest, dass Unternehmer in dieser Zeit erschreckend häufig scheitern. Laut Statistiken überlebt jeder zweite Betrieb die ersten fünf Jahre nicht! Als Hauptursachen gelten Managementfehler, mangelhaftes Controlling, kaum Markterfahrung, fehlende Kooperationsbereitschaft und Finanzprobleme.

Die Forscher befragten junge Unternehmer, studierten bereits vorhandene theoretische Ansätze und wandten sich schließlich der Praxis zu. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen und dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT, Universität Stuttgart) sowie 15 Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsbranche wurde ein interaktives Management-Instrumentarium für Jungunternehmen entwickelt. Das Ergebnis lässt sich sehen - unter: www.j-unternehmen.de - und das Prozedere ist einfach: Mit einer Anmeldung auf der Internetseite erhält der Unternehmer einen persönlichen Zugang. Er kann nun in einem Fragebogen seine Unternehmenssituation schildern. Diese Angaben werden automatisch ausgewertet und aufgrund bereits vorhandener Vergleichswerte liefert das Programm methodische Empfehlungen. Diese Dienstleistung ist kostenfrei und für jeden zugänglich.

Über die AiF
Die AiF fördert seit 1954 Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen. Sie ist Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Als Dach eines Netzwerks mit rund 100 Forschungsvereinigungen bietet sie praxisnahe Innovationsberatung. Pro Jahr fließen über die AiF ca. 350 Millionen Euro öffentliche Mittel in mehrere Tausend Forschungsprojekte.
Ansprechpartner Projekt
IfU, Paul Flachskampf, E-Mail: paul.flachskampf@ifu.rwth-aachen.de, Telefon: 0241 51 54 28 80

FIR, Peter Laing, E-Mail: peter.laing@fir.rwth-aachen.de, Telefon: 0241 47705-502

Pressearbeit
AiF, Anita Widera, E-Mail: presse@aif.de, Telefon 0221 37680-10

Anita Widera | idw
Weitere Informationen:
http://www.j-unternehmen.de
http://www.aif.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Frühwarninstrument zeigt „grün“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt gering
19.07.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops