Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieeffizienz "made in Germany"

25.08.2011
  • Projekte in Singapur und Indien: Deutsches Energie-Know-how weltweit führend
  • KfW IPEX-Bank trägt mit Finanzierung zur internationalen Vermarktung bei
  • Hocheffiziente Technik ermöglicht CO2-ärmere Energieerzeugung
  • Unterstützung deutscher Exportwirtschaft und zugleich

Beitrag zum Klimaschutz

Auf Jurong Island, Singapur, wird zurzeit eines der modernsten Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) der Welt errichtet. Über eine Milliarde Singapur-Dollar (umgerechnet rund 580 Mio. EUR) steckt der indische Konzern GMR in Planung und Bau der hocheffizienten 800-Megawatt-Anlage. 670 Millionen Singapur-Dollar (umgerechnet rund 390 Mio. EUR) davon werden von der KfW IPEX-Bank zusammen mit fünf anderen Banken als Tilgungsdarlehen strukturiert, weitere 270 Millionen US-Dollar (rund 190 Mio. EUR) als projektbezogene Avallinie. Das Projekt ist ein Beispiel erfolgreichen Exports deutscher Hochtechnologie, denn im Herzen der Anlage sorgen Gas- und Dampfturbinen sowie Generatoren von Siemens für höchste Wirkungsgrade und somit für geringe CO2-Emission bei hoher Betriebsflexibilität.

Als Spezialfinanzierer innerhalb der KfW Bankengruppe unterstützt die KfW IPEX-Bank deutsche Firmen bei ihrem Exportgeschäft. Klima- und Umweltschutzgesichtspunke spielen bei den Finanzierungen stets eine wichtige Rolle.

Der weltweite Energiebedarf steigt laut Internationaler Energieagentur IEA um 50 Prozent bis 2030 - schneller als die Erzeugung mit erneuerbaren Energieträgern Schritt halten kann. Daher können auch effiziente konventionelle Kraftwerke einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Und weil neue Anlagen zur konventionellen Energieerzeugung gebaut, beziehungsweise bestehende Kraftwerke modernisiert werden müssen, erfahren deutsche Fachfirmen eine hohe Nachfrage auch im globalen Markt.

So weist Siemens im Geschäft mit thermischen Kraftwerken und hier speziell bei den genannten umweltfreundlichen GuD-Anlagen derzeit hohe Zuwachsraten aus. Mit Neuzusagen in Höhe von 1,1 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2011 waren Finanzierungen im Bereich Energie und Umwelt auch bei der KfW IPEX-Bank ein Wachstumstreiber. "Wir engagieren uns in nachhaltigen Export-Projekten. Auch wenn die verstärkte Nutzung regenerativer Energien Ziel ist, wird man nicht ohne fossile Alternativen auskommen können. Deshalb unterstützen wir Vorhaben, bei denen deutsche Technologie eine CO2-ärmere und ressourcenschonende Energieerzeugung ermöglicht", sagt Harald Zenke, Sprecher der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank.

Ein ähnliches Projekt wie in Singapur finanziert die Bank daher derzeit auch in Indien: Einer der bedeutendsten privaten Energieversorger des Landes erweitert ein bestehendes Gas- und Dampfkraftwerk um einen weiteren hochmodernen Kraftwerksblock. Lieferant der insgesamt 280 Millionen US-Dollar teuren Anlage modernster Generation und langfristiger Dienstleister für Instandhaltung und Wartung ist auch hier Siemens Energy.

Die deutsche Rolle als Technologieführer im Segment effizienter, konventioneller Kraftwerkstechnik ist jedoch kein ausschließliches Exportthema. So schlossen sich in Bremen jüngst mehrere Stadtwerke aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen, um gemeinsam ein flexibles GuD-Kraftwerk zu errichten. Energiefinanzierungsexperte KfW IPEX-Bank arrangierte den Deal als Initial Mandated Lead Arranger und Bookrunner.

"Die ausgeschriebene Projekte im Inland unterliegen strengsten Umweltanforderungen", so Zenke. In Bremen wird nun eine umweltfreundliche, mit Erdgas befeuerte Anlage gebaut, die ihren Brennstoff sehr effizient nutzt und im Vergleich zu anderen fossilen Kraftwerken eine sehr geringe Menge CO2 ausstößt. Die geplante Anlage weist einen Wirkungsgrad von über 58 Prozent und damit geringe Energieverluste auf. Zudem ist ein GuD-Kraftwerk in seiner Betriebsweise flexibel und kann seine Leistung schnell hoch- oder runterfahren. Damit ist das GuD-Kraftwerk die optimale Ergänzung zu den wetterabhängig bereitstehenden erneuerbaren Energien. "Projekte wie jüngst in Singapur, Indien und Bremen sind Beispiele für den sorgsamen Umgang mit fossilen Brennstoffen und gleichsam Vorbild für effiziente und sicher verfügbare Energieerzeugung weltweit", so Zenke.

Über die KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank verantwortet innerhalb der KfW Bankengruppe die internationale Projekt- und Exportfinanzierung. Ihre Aufgabe zur Finanzierung im Interesse der deutschen und europäischen Wirtschaft leitet sich aus dem gesetzlichen Auftrag der KfW Bankengruppe ab. Ihr Schwerpunkt liegt in der Bereitstellung von mittel- und langfristigen Finanzierungen zur Unterstützung der Exportwirtschaft, Entwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur sowie für Vorhaben des Umwelt- und Klimaschutzes. Sie wird als rechtlich selbständiges Konzernunternehmen geführt und trägt maßgeblich zum Förderauftrag der KfW Bankengruppe bei. Sie hat 526 Mitarbeiter (Stand 31. Dezember 2010) und ist in den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren der Welt vertreten.

Pressekontakt:
KfW IPEX-Bank GmbH,
Palmengartenstraße 5-9,
60325 Frankfurt
Pressestelle:
E-Mail: axel.breitbach@kfw.de
Tel. 069 7431-2961,
Fax: 069 7431-9409,
E-Mail: info@kfw-ipex-bank.de

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw-ipex-bank.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Containerumschlag unverändert
23.01.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics