Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In Europa wächst der "Frauenmarkt" für die Automobilindustrie - vor allem im Osten

06.03.2007
Untersuchung am Kompetenzzentrum Frau und Auto zu Absatzchancen deutscher Nobelmarken in Europa

"Go East!" Diese Empfehlung für die Verkaufsstrategie deutscher Nobelmarken wie Audi, BMW, Mercedes und Porsche könnte man aus einer neuen Untersuchung des Kompetenzzentrums "Frau und Auto" der Hochschule Niederrhein ableiten. Ganz bewusst wurde sie zum Weltfrauentag am 8. März präsentiert, denn die 27jährige Deutsch-Spanierin Sabrina Leppich wollte wissen, wie sich die demografische Entwicklung und der gesellschaftliche Wandel in den europäischen Ländern auf die berufliche Stellung und Karriere von Frauen auswirkt.

Und wie diese dadurch wiederum als Käufergruppe für die Autoindustrie - in diesem Fall der Premiumklasse - interessant werden. Ist in Deutschland der Anteil weiblicher Pkw-Halter bereits auf über 30 Prozent geklettert, so ist das Wachstumspotenzial in vielen osteuropäischen Ländern, speziell des Baltikums, gerade für Nobelkarossen noch höher anzusetzen, auch wenn es in vielen dieser Länder keine amtlichen Zahlen zu den Halterquoten gibt.

Aufschlüsse liefern aber "Sekundärfaktoren" wie Bildungsabschluss, Erwerbstätigenquoten und Frauenanteile in Managementpositionen, so die Leiterin des Kompetenzzentrums, Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes. Und hier ergeben sich durch Vergleiche interessante Rückschlüsse. Liegen Frauen in der Altergruppe 25 bis 30 Jahre bei den höchsten Bildungsabschlüssen europaweit bereits vor den Männern, so gibt es auch bei der Erwerbstätigenquote deutliche Zunahmen.

... mehr zu:
»Kompetenzzentrum

Am höchsten ist sie mit über 70 Prozent in den skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden, während Deutschland mit genau 60 Prozent einen Platz im Mittelfeld belegt. Noch interessanter ist ein Blick auf die Frauenanteile in Managementpositionen, also aus der Gruppe, die sich besonders für repräsentative Fahrzeuge interessieren könnte. Hier haben es in Ländern wie Litauen, Lettland, Ungarn, Slowenien, der Slowakei, Polen und Estland mehr Frauen auf die Chefsessel geschafft wie - mit Ausnahme von Irland und Frankreich - in den meisten anderen west- und südeuropäischen Ländern.

Deutschland liegt noch unter dem EU-Durchschnitt von 30 Prozent. Die höchste Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gibt es in Malta, Italien und Portugal, die größten Unterschiede in der Slowakei, Estland und - Deutschland. Das wiederum wirkt sich nicht auf die weibliche Halterquote aus, die in Deutschland um gut 5 Prozent über dem von Professorin Kortus-Schultes angenommenen europäischen Durchschnitt von 25 Prozent liegt.

Kontakt: Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes, Tel. 02161-186-6327 und 0212-331800

Rudolf Haupt | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

Weitere Berichte zu: Kompetenzzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr
28.12.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie