Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Q-Cells umschifft Siliziummangel

05.02.2007
2008 soll Umsatzmilliarde geknackt werden

Q-Cells, nach eigenen Angaben zweitgrößter Solarzellenhersteller der Welt, hat durch einen umfassenden Liefervertrag mit der norwegischen Elkem Solar langfristig die Versorgung mit dem knappen Rohstoff Silizium gesichert.

Die in der Abmachung vereinbarte Menge an metallurgischem Silizium entspricht bis 2018 einer Gesamtleistung der daraus produzierten Solarzellen von mehr als zehn GWp. "Dieser Vertrag ermöglicht es uns, schneller als geplant zu wachsen und den Abstand zu den Verfolgern am Markt zu vergrößern", erklärt Q-Cells-Sprecher Stefan Dietrich gegenüber pressetext.

Darüber hinaus will Q-Cells 17,9 Prozent der Anteil am norwegischen Photovoltaik-Spezialisten REC übernehmen, um die Versorgung mit weiteren großen Mengen an Silizium zu sichern. Im Zuge dieser Transaktion erhöht REC-Eigner Good Energies wiederum seinen Anteil an Q-Cells auf 29,9 Prozent. Nicht zuletzt dank der nun gesicherten Versorgung mit der Mangelware Silizium sieht Q-Cells positiv in die Zukunft. 2007 sollen sowohl Umsatz als auch Jahresüberschuss im Kerngeschäft um 30 Prozent zulegen. 2008 rechnet das Unternehmen mit dem Knacken der Umsatzmilliarde bei einer Umsatzrendite von 13 Prozent. 2009 soll der Umsatz noch einmal um 40 Prozent klettern.

Dabei setzt Q-Cells seinen Internationalisierungskurs fort. Der Auslandsanteil soll von derzeit 52 Prozent im laufenden Jahr auf 60 Prozent steigen, so Dietrich. Potenzial erwartet sich das Unternehmen vor allem in Spanien, den USA und Asien sowie Südeuropa. Nach dem Anstieg der Preise in den vergangenen Monaten, zu dem auch der Siliziummangel einen wesentlichen Beitrag geleistet habe, sollen die Solarzellenpreise Dietrich zufolge nun jährlich um fünf bis sechs Prozent sinken.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Q-Cells Umsatz und Ergebnis kräftig gesteigert und damit die Analysten positiv überrascht. 2006 hat der Solarspezialist Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 253,1 MWp produziert und damit 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 80 Prozent auf 539,5 Mio. Euro. EBIT und Jahresüberschuss konnten auf 129,1 Mio. bzw. 87,7 Mio. Euro jeweils mehr als verdoppelt werden. Die Börsianer schickten die Q-Cells-Aktie nach Veröffentlichung der Jahreszahlen auf Höhenflug. Das Papier kletterte heute, Montagvormittag, um knapp elf Prozent auf 46,21 Euro.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.q-cells.com

Weitere Berichte zu: Silizium Siliziummangel Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik