Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Green-Card: Zehntausender-Grenze überschritten

31.10.2001


Die Arbeitsämter haben in dieser Woche die Zehntausender-Grenze bei der Zusicherung von Green-Cards für IT-Spezialisten überschritten, teilte die Bundesanstalt für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Fast 60 Prozent aller bisherigen Zusicherungen für Green-Cards gingen an Betriebe mit bis zu 100 Beschäftigten.

90 Prozent der Green-Cards erhielten ausländische IT-Spezialisten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. 14 Prozent hiervon haben ihren Studienabschluss in Deutschland erworben. Auf IT-Experten ohne entsprechenden Hoch- oder Fachhochschulabschluss, die mit ihrem Arbeitgeber ein Bruttojahresgehalt von mindestens 100.000 DM vereinbart haben, entfielen lediglich etwas über 10 Prozent aller Erlaubnisse.

Unter den Green-Card-Inhabern sind 88 Prozent Männer und 12 Prozent Frauen. Die IT-Spezialisten kommen mehrheitlich aus Indien (21 Prozent), Russland, Weißrussland, der Ukraine und den Baltischen Staaten (14 Prozent), aus Rumänien (8 Prozent), der Tschechischen und Slowakischen Republik (7 Prozent) und dem früheren Jugoslawien (6 Prozent).

Die regionale Verteilung der zugesicherten Green-Cards entspricht der regionalen Verteilung der IT-Branche in Deutschland: Auf Bayern entfallen knapp 30 Prozent der Zulassungen, gefolgt von Hessen (22 Prozent), Baden-Württemberg (20 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (15 Prozent). Der Anteil in den neuen Ländern liegt bei unter fünf Prozent.

Seit dem 1. August 2000, an dem die Green-Card-Verordnung in Kraft getreten ist, hat das IT-Sonderteam der Bundesanstalt für Arbeit fast 60.000 Anfragen von Arbeitgebern und Bewerbern beantwortet. Eine erste Befragung hat ergeben, dass eine Green-Card zu 2,5 weiteren Arbeitsplätzen führt.

Weiteren Befragungen zufolge sehen vier von fünf Unternehmen eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch die Green-Card-Mitarbeiter; drei von vier würden ihnen einen unbefristeten Vertrag anbieten. Einige Green-Card-Inhaber wünschen sich eine Verlängerung ihrer Arbeiterlaubnis und die Verkürzung der einjährigen Wartezeit auf eine Arbeitserlaubnis für ihre Ehepartner. Im IT-Sofortprogramm der Bundesregierung ist die Arbeitserlaubnis für Green-Card-Inhaber auf fünf Jahre befristet.

Jede dritte Einstellung von ausländischen Spezialisten bereiteten die Personalchefs über das Internet vor. Die von der Bundesanstalt für Arbeit online eingerichtete Vermittlungsbörse für IT-Experten (www.arbeitsamt.de * Green Card) erhielt in diesem Zusammenhang gute Noten - unter anderem aufgrund der Qualifikationsstruktur der Bewerber. Arbeitgeber erwarten von ihren potenziellen Mitarbeitern vor allem Kenntnisse in den Programmiersprachen C++, JAVA/JAVA-Script sowie HTML, SQL und XML.

| Referat für Presse- und Öffentli
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsamt.de
http://www.arbeitsamt.de/hst/services/presseinfo/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie