Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen - Lösungen aus Deutschland

15.03.2006


8. Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung 2006 gemeinsam mit NanoMat 7. Szene am 14. und 15. März 2006 im Kongresszentrum Karlsruhe



Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen erbringen rund 70 % der deutschen Wirtschaftsleistung. Technologischer Vorsprung bei Produkten und Produktionsverfahren ist wichtig, reicht aber im globalen Wettbewerb nicht mehr aus, um die Kundenwünsche nach individuellen Problemlösungen zu erfüllen. Produktionsnahe Dienstleistungen werden gerade für Unternehmen der Investitionsgüterindustrie zu einer wesentlichen Facette ihres Produktportfolios. Bei den 8. Karlsruher Arbeitsgesprächen Produktionsforschung 2006 präsentieren Experten aus Wissenschaft und Industrie die neuesten Ergebnisse ihrer Forschung für leistungsfähige Produkte, Produktionstechnologien und produktionsnahe Dienstleistungen. Gemeinsam mit NanoMat, dem Netzwerk für Nanomaterialien, werden unter anderem Konzepte für Nanoprodukte von morgen aus Industrie und Wissenschaft vorgestellt und die produktionstechnischen Herausforderungen diskutiert. In diesem Rahmen findet am 14. März 2006 um 13 Uhr auch die Preisverleihung des mit 20.000,- Euro dotierten NanoMat-Innovation-Award statt.



Forschung für modernste und leistungsfähige Produkte, Produktionstechnologien und produktionsnahe Dienstleistungen ist eine wichtige Voraussetzung für unsere Spitzenposition als Exportnation auf dem Weltmarkt. Dafür hat das Bundesforschungsministerium mit dem Rahmenkonzept "Forschung für die Produktion von morgen" wichtige Anstöße gegeben. Die Koordination und Durchführung dieses Rahmenkonzepts liegt in Händen des Projektträgers Forschungszentrum Karlsruhe.

Wichtigstes Instrument der Forschungsförderung für die Produktion ist das Verbundprojekt, in dem Partner aus Industrie und Wissenschaft ihr Wissen bündeln und gemeinsam an einer industrierelevanten Problemlösung arbeiten können. Der Weg zu Verbundprojekten führt über bundesweit ausgeschriebene Wettbewerbe. Seit Start des Programms wurden über 30 Themen ausgeschrieben. Aus diesen Wettbewerben, an denen sich insgesamt über zwölfhundert Konsortien beteiligt haben, sind rund zweihundert Verbundprojekte hervorgegangen, die insgesamt mit 317 Mio. € durch das BMBF gefördert werden. 52 % der Partner, die sich in den Verbundprojekten des Rahmenkonzepts engagieren, sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mit rund 43 % der Fördermittel profitieren sie in besonderem Maße von "Forschung für die Produktion von morgen" (70 % der Fördermittel für die Industrie gehen an KMU). Zur Stärkung der KMU - in Deutschland bekanntlich der Arbeitsplatzmotor - trägt das Programm damit entscheidend bei. Rund 12 % der geförderten Unternehmen sind zudem jünger als fünf Jahre.

Bei den 8. Karlsruher Arbeitsgesprächen Produktionsforschung 2006 präsentieren Experten aus Industrie und Forschung unter dem Motto "Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen - Lösungen aus Deutschland" die neuesten Ergebnisse der Produktionsforschung:

o Neue Produktionsverfahren und Ausrüstungen mit Werkzeugen für integrierte Produkt- und Prozessplanung, Auftragsabwicklung und Logistik

o Intelligent kombinierte Produkte und Dienstleistungen

o Neue Produktionssysteme im Bereich der Mikro- und Nanotechnik

Dabei stehen Praxisbeispiele im Vordergrund und werden in der begleitenden Ausstellung präsentiert. "Hier werden Werkzeuge für die integrierte Produkt- und Prozessplanung ebenso vorgestellt wie eine "My Open Factory" genannte Plattform für eine unternehmensübergreifende Auftragsabwicklung, die in Produktionsnetzwerken immer wichtiger wird", erläutert Dr.-Ing. Ingward Bey, Leiter des Projektträgers Forschungszentrum Karlsruhe und des Bereichs Produktion und Fertigungstechnologien. "Beispiele für intelligent mit Dienstleistungen kombinierte Produkte werden von Unternehmern präsentiert und zur Diskussion gestellt. Anlagen und Ausrüstungen für die Herstellung von Mikrotechnik stehen ebenso im Mittelpunkt wie erste Problemlösungen für die nanotechnische Produktion. Darüber hinaus wird in unterschiedlichen Arbeitsrunden über aktuelle Probleme, derzeitige Herausforderungen und den zukünftigen Forschungsbedarf diskutiert. Das führt zur weiteren Ausgestaltung des Forschungsprogramms."

Die 8. Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung 2006 finden gemeinsam mit der 7. Szene NanoMat statt. Gemeinsam mit NanoMat-Forschergruppen aus Industrie und Wissenschaft werden Konzepte für Nanoprodukte von morgen vorgestellt und die produktionstechnischen Herausforderungen diskutiert. NanoMat ist das überregionale Netzwerk für Materialien der Nanotechnik, in dem die Kompetenzen der Partner gebündelt und Forschungsprojekte zu Materialien der Nanotechnik interdisziplinär durchgeführt werden. Damit Forschungsergebnisse genutzt werden können, bedarf es eines frühzeitigen Transfers von Ideen aus der akademischen in die industrielle Forschung, wie ihn die jährlich stattfindende NanoMat-Szene-Veranstaltung unterstützen.

Zum Auftakt der 7. NanoMat-Szene findet am 14. März 2006 um 13 Uhr die Preisverleihung des mit 20.000,- Euro dotierten und von den NanoMat-Industriepartnern gesponserten NanoMat-Innovation-Award statt. Die Laudatio wird von Dr. Renzo Tomellini von der Europäischen Kommission gehalten.

"Ein weiterer Höhepunkt wird der in die Szene-Veranstaltung integrierte Workshop Nano-RoadSME sein", erläutert Dr. Regine Hedderich, Leiterin der am Institut für Nanotechnologie im Forschungszentrum Karlsruhe angesiedelten Geschäftsstelle NanoMat. "Dieser soll dem Mittelstand helfen, geeignete Nanomaterialien in den Herstellungsprozess für Produkte mit neuen Eigenschaften zu integrieren." Das europäische Projekt NanoRoadSME hat den Einfluss wissenschaftlicher Entwicklungen auf Produkte in den Branchen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Energietechnik, Medizin und Gesundheit untersucht und die Ergebnisse in einer Datenbank systematisch dargestellt. Die Kursteilnehmer lernen den Umgang mit der Datenbank und können durch Anwendung der entwickelten Instrumente das Geschäftsprofil ihrer Firma durch eine Technologie-Roadmap zukunftsfähig weiterentwickeln.

Auf dem NanoMat-Messestand wird ein Live-Experiment zum Entspiegeln von Gläsern vorgeführt, ein neues Verfahren, zu dessen Automatisierung noch ein findiger Mittelständler gesucht wird.

Einen Bezug zum Nachwuchs herzustellen und das Technikinteresse der Jugend zu fördern, ist eines der Hauptanliegen der Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung. Seit vielen Jahren werden deshalb sowohl Schulklassen aus Gymnasien und Berufsschulen im Raum Karlsruhe, als auch Studentinnen und Studenten kostenlos geführte Besuche durch die begleitende Ausstellung angeboten. Dieses Angebot wird sehr positiv aufgenommen. Auch für dieses Jahr werden wieder rund 200 Teilnehmer erwartet. Bisherige Rückmeldungen bestätigen, dass das Interesse für naturwissenschaftliche Fächer bei den Jugendlichen hierdurch gewachsen ist.

Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, Forschung und Verbänden, die an aktuellen Forschungsergebnissen und Anregungen für eigene Innovationen im Produktionsprozess interessiert sind. Über 550 Vertreter aus Industrie und Forschung haben sich dieses Mal für die Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung angemeldet.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Dr. Joachim Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.produktionsforschung.de
http://www.nanomat.de
http://www.fzk.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie