Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Börsen-Bericht / Kein Ende der Talfahrt in Sicht

21.09.2001


Auch die konzertierte Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank konnte nicht verhindern, dass am Montag die wieder eröffnete Wall Street um fast 700 Punkte auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren fiel. Der deutsche Aktienmarkt, der in unmittelbarer Reaktion auf die Terroranschläge in New York und Washington schon kräftig verloren hatte, hielt sich zu Beginn der Woche auf niedrigem Niveau zwar noch stabil, sank dann aber deutlich unter die psychologisch wichtige Indexmarke von 4.000 Punkten.

Rezessionsbefürchtungen und die Erwartung eines militärischen Gegenschlags der USA bestimmen jetzt die Tendenz auf den internationalen Aktienmärkten. Bei hohen Umsätzen und starker Volatilität - noch verstärkt durch den Optionsverfalltermin - stehen insbesondere währungssensitive Branchen und solche Werte unter Druck, die von den Folgen der Attentate direkt betroffen sind. Dies gilt vor allem für Fluggesellschaften und Versicherungsunternehmen. Die Lufthansa zum Beispiel will mit einem Einstellungsstopp und Investitionskürzungen drohende Verluste in Grenzen halten. Bei der Münchener Rück haben die Anschläge möglicherweise den größten Schaden in der Geschichte des Unternehmens verursacht. Auf 2,1 Mrd Euro vor Steuern wird die Belastung mittlerweile beziffert - doppelt so hoch wie zunächst angenommen.

Angesichts der unübersehbaren Folgen insbesondere für das Verbraucherverhalten ist eine Bodenbildung bei den Kursen noch nicht auszumachen. Dementsprechend ist eine defensive Haltung seitens der Anleger angebracht. Bei aller Unsicherheit sollte allerdings berücksichtigt werden, dass gerade deutsche Aktien mittlerweile "preiswert" sind. Dafür spricht neben herkömmlichen Bewertungskriterien wie Kurs/Gewinn-Verhältnis und Dividendenrendite, dass viele Aktien unter ihrem Buchwert notieren. Dies gilt selbst für Gesellschaften, die nachhaltige Gewinne erzielen; Beispiele hierfür sind ThyssenKrupp, DaimlerChrysler oder Deutsche Bank.

Der Rentenmarkt profitierte in dieser Woche sowohl von der überraschenden Zinssenkung der EZB als auch von den Umschichtungen aus dem Aktienmarkt. Zusätzliche Unterstützung brachte der festere Euro. Kurze bis mittlere Laufzeiten reagierten mit Kursgewinnen, aber auch lange Laufzeiten behaupteten sich trotz wieder aufkommender Inflationsbefürchtungen infolge höherer Ölpreise. Weitere Zinssenkungen wegen konjunktureller Unsicherheiten hält die Commerzbank für wahrscheinlich. Bei dem aktuell niedrigen Zinsniveau gewinnen Pfandbriefe auf Grund der besseren Verzinsung bei guter Bonität gegenüber Staatsanleihen zunehmend an Attraktivität. Die Commerzbank empfiehlt daher privaten Anlegern Pfandbriefe mit einer Laufzeit von bis zu 4 Jahren.

Zentrales Geschäftsfeld Private | ots
Weitere Informationen:
http://www.commerzbank.de

Weitere Berichte zu: Pfandbrief Zinssenkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr steigt auf niedrigem Niveau merklich an
13.03.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie