Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Größte österreichische Venture Capital Finanzierung im Biotech-Sektor

06.08.2001


igeneon: erfolgreiches Private Placement 30 Mio. Euro (413 Mio. ATS) für die Entwicklung moderner Krebsimmuntherapien

Im Rahmen eines Private Placement bei internationalen Finanzierungspartnern erzielte das Biotech-Unternehmen igeneon eine Venture Capital Finanzierung in Gesamthöhe von 30 Mio. Euro (413 Mio. ATS). Damit werden vorwiegend die Forschung und klinische Entwicklung der derzeit fünf Produkte für die Krebsimmuntherapie finanziert.

Nach dem 1999 durchgeführten Seed-Financing konnte igeneon nun knapp zwei Jahre später aufgrund der bisherigen Forschungserfolge wiederum sehr erfolgreich eine Finanzierungsrunde abschließen. Das damit verfügbare Kapital ermöglicht die Weiterentwicklung der Produkte, insbesondere die dafür notwendigen klinischen Untersuchungen, sowie den Ausbau der proprietären Technologieplattformen. Die innovativen Immuntherapien von igeneon sollen die Bildung und Ausbreitung von Metastasen verhindern und dadurch eine Verbesserung der Lebenssituation von Krebspatienten ermöglichen. "Das platzierte Volumen ist für uns ein Beweis, dass wir mit unserem Geschäftsmodell und unseren wissenschaftlichen Ansätzen auf dem richtigen Weg sind," kommentiert Dr. Hans Loibner, Mitgründer und CEO der igeneon AG, das erfolgreiche Private Placement. "Besonders freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, unter den derzeit schwierigen Kapitalmarktbedingungen ein Volumen dieser Größenordnung zu erzielen", ergänzt Eugen Stermetz, CFO der igeneon AG. Das Finanzierungsvolumen von 30 Mio. Euro (413 Mio. ATS) entspricht mehr als 10% des für 2001 von Arthur D. Little geschätzten VC-Volumens in Österreich. "Diese Finanzierung ermöglicht den forcierten Ausbau der F&E Aktivitäten und macht igeneon als Partner und Arbeitgeber im Biotech-Bereich noch attraktiver" freut sich Dr. Gottfried Himmler, Forschungsvorstand der igeneon AG.

Der Mitgründer und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der igeneon AG Dr. Helmut Eckert fügt hinzu: "Neben den wirtschaftlichen Aspekten der Transaktion ist es besonders schön zu sehen, dass wir unserer Gründungsvision die Verbesserung der Situation von Krebspatienten wieder einen großen Schritt näher gekommen sind."

Starke internationale Finanzpartner

Neben den beiden bisherigen Hauptinvestoren 3i und Novartis Venture Fund, die auch in dieser Finanzierungsrunde entscheidend mitinvestiert haben, sind nun insgesamt 7 weitere starke Finanzpartner an igeneon beteiligt: ein von Deutsche Venture Capital (DVC) geführtes Konsortium mit DB-Investor, Beteiligungsgesellschaft für die deutsche Wirtschaft (BDW, Dresdner Bank-Gruppe, beraten durch Breslin Biotech, Zürich), CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft mbH und Horizonte Venture Fund, CAPEXIT sowie Invest Equity early stage. Gründer und Management halten nach dieser Finanzierungsrunde mehr als 25% der Unternehmensanteile.

"3i freut sich, als Investor der ersten Stunde auch an dieser Finanzierungsrunde entscheidend mitgewirkt zu haben. Die beeindruckende Entwicklung seit der Unternehmensgründung hat uns diese Entscheidung leicht gemacht", erklärt Dipl.-Ing. Reinhard Jonke, Geschäftsführer von 3i Austria. Dr. Jörg Neermann, Partner bei Deutsche Venture Capital und zukünftiges Aufsichtsratsmitglied der igeneon AG, ergänzt: "Das starke Produkt-Portfolio sowie die außergewöhnliche Kompetenz von Management und Forschungsteam machen igeneon für uns zu einem attraktiven Biotech-Investment. Das Marktpotenzial für innovative Krebstherapien wird auf über 7 Milliarden Dollar jährlich geschätzt." Verantwortlich für die rechtliche Durchführung der Transaktion des Private Placement waren die Wirtschaftsanwälte Dr. Andreas Mayr und Mag. Marcel L. Aschenbrenner von CMS Strommer Reich Rohrwig Karasek Hainz.

igeneon dynamisches Biotech-Unternehmen in der Krebstherapie

igeneon arbeitet an innovativen Lösungen in der Krebsimmuntherapie vor allem an Impfstoffen, die das Entstehen von Metastasen verhindern oder verzögern sollen und so die Lebenserwartung von Krebspatienten verlängern und deren Lebensqualität erhalten oder verbessern sollen. igeneon wurde 1999 gegründet. Der Start wurde u.a. durch öffentliche Förderungen ermöglicht. In den ersten beiden Jahren ist igeneon von 4 auf mittlerweile 30 Mitarbeiter gewachsen. Das Unternehmen hat derzeit zwei Produkte im Stadium der klinischen Entwicklung, zu denen bis Ende dieses Jahres ein bis zwei weitere kommen werden.

Helmut Dumfahrt: | ots
Weitere Informationen:
http://www.igeneon.com

Weitere Berichte zu: ATS Krebspatient

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise