Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trendwende in der chemischen Industrie / Jede zweite Führungskraft ist bereit zum Arbeitgeberwechsel

30.07.2001


Was früher - zumindest in der Großchemie - nicht üblich war, liegt jetzt im Trend: Insbesondere jüngere Führungskräfte wechseln immer häufiger ihre Arbeitgeber. Die traditionelle Bindung an die Unternehmen schwindet. 16 Prozent aller Befragten vollzogen allein in den letzten zwei Jahren einen Arbeitgeberwechsel, 56 Prozent können sich einen Wechsel in näherer Zukunft vorstellen. Ergebnisse einer Umfrage, die jetzt der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) vorstellte.

236 Führungskräfte aus Unternehmen der chemischen Industrie bis Alter 45 beteiligten sich an der Umfrage. Zwei Drittel von ihnen sind Naturwissenschaftler, fast die Hälfte arbeitet in der Forschung und Entwicklung.

Die meist genannten Gründe für den Wechsel waren der Mangel an Zukunftsperspektiven und Karrierechancen im Unternehmen. Ausschlaggebend ebenfalls: zu wenig Gehalt, Umstrukturierungen im Unternehmen oder ein schlechtes Betriebsklima.

Bemerkenswert und nicht unproblematisch für die Unternehmen der Branche ist, dass die Bindung an den Arbeitgeber vor allem bei jüngeren Führungskräften deutlich nachlässt. Bei der Gruppe der bis zu 35-jährigen haben in den letzten zwei Jahren von sich aus bereits 25 Prozent einen Arbeitgeberwechsel vollzogen.

In Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern ist die Wechselquote mit fast 30 Prozent am höchsten. Bei Großunternehmen mit über 30.000 Mitarbeitern liegt sie immerhin noch bei knapp 14 Prozent.

Darüber hinaus können sich über 56 Prozent aller Befragten vorstellen, in näherer Zukunft ihren Arbeitgeber zu wechseln. Darunter ist auch ein großer Teil Derjenigen, die bereits in den letzten beiden Jahren einen neuen Job angenommen haben. Dieser Wille zum Wechsel ist unabhängig vom Alter. In Großunternehmen sind mittlerweile bereits knapp 44 Prozent wechselbereit, in Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern sogar 63 Prozent.

46 Prozent der Befragten haben bereits konkrete Schritte zur Jobsuche eingeleitet. Ein Drittel hat schon ein Vorstellungsgespräch geführt oder sogar einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und fast zwei Drittel haben zumindest Stellenanzeigen in Zeitungen ausgewertet.

Gefragt, ob Kolleginnen und Kollegen bekannt sind, die in den letzten zwei Jahren von sich aus den Arbeitgeber gewechselt haben, antworteten 60 Prozent "vereinzelt" und 26 Prozent "häufiger". Die Gründe sind die gleichen, wie bei den Befragten, die selbst von sich aus den Arbeitgeber wechselten.

Fazit: Die traditionell starke Verbundenheit der Chemie-Führungskräfte mit ihren Unternehmen gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Ging die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses früher meist vom Arbeitgeber aus, gelten jetzt andere Spielregeln. Mitarbeiter kündigen von sich aus, suchen einen neuen Arbeitsplatz mit mehr Zukunftsaussichten und Karrierechancen. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte tragen sich zurzeit mit Wechselabsichten, 16 Prozent haben in den letzten zwei Jahren diesen Schritt schon realisiert.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Pressesprecher Dr. Reiner Siekerkötter
Tel. 0221/16001-17,

... mehr zu:
»Karrierechance

Fax: 0221/160016,
E-Mail: reiner.siekerkoetter@vaa.de

Dr. Reiner Siekerkötter | ots
Weitere Informationen:
http://www.vaa.de

Weitere Berichte zu: Karrierechance

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr
28.12.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

18.01.2018 | Informationstechnologie

Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“

18.01.2018 | Seminare Workshops

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten