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Studie: IT-Investitionsbereitschaft kehrt langsam zurück

15.01.2004


Trotz Bedarf Aufschwung erst 2005 zu erwarten


IT-Investitionen 2004


Job Scheduling Investitionenen



Nach zwei Dürrejahren ist für 2004 wieder mit einer gesteigerten Investitionsbereitschaft im IT-Bereich zu rechnen. Größere Ausgaben sind allerdings erst für 2005 zu erwarten. Das hat eine im Dezember 2003 durchgeführte Studie der Wiener PR-Consulter Temmel, Seywald und Partner ergeben. In der Untersuchung "Investitionstrends in Rechenzentren" wurde das allgemeine IT-Investitionsklima in deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen in den unternehmenseigenen EDV-Abteilungen und Rechenzentren erhoben. Handlungsbedarf sehen die befragten IT-Chefs bei Hardware und IT-Security: Hier seien Investitionen dringend erforderlich.

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Vor allem die Einsparungen nach dem Investitionsboom rund um die Y2K-Problematik machen sich nun allmählich bemerkbar. Deshalb rechnen rund zwei Drittel der befragten EDV-Leiter bei einer weiteren Ausgabendrosselung bereits mit negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Positive Effekte durch Sparmaßnahmen erwartet nur noch eine Minderheit (6%). "Die Investitionsbereitschaft ist durchwegs vorhanden, solange sich Kostenersparnisse ableiten lassen", betont Matthias Sturm, Consultant bei Temmel, Seywald und Partner. Rund 40% der Befragten sind davon überzeugt, dass die IT-Investitionen 2004 im eigenen Unternehmen steigen werden. Jeweils 30% gehen von gleich bleibenden oder sogar sinkenden Aufwendungen aus.

Mitarbeiterweiterbildung, ja - mehr Personal, nein

Im Infrastruktur- und Hardwarebereich werden zukünftige Investitionstrends vor allem bei Cluster Management (71%) und WLAN (48%) geortet. Beim Systemmanagement gibt es insbesondere im Application Management (78%) Investitionsbedarf. Business Process Management (69%) und Webservices (63%) stehen bei der Anwendungsintegration an der Spitze, bei Geschäftsanwendungen sind es ERP-Systeme (57%). Auch dem Thema Human Ressources wird in Zukunft eine größere Bedeutung zugemessen. "Die Notwendigkeit, verstärkt in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren, wird voll anerkannt. Dennoch ist nicht mit gravierenden Personalaufstockungen in nächster Zeit zu rechnen", betont Sturm.

Prozessautomatisierung senkt Kosten

Trotz vehementer Einsparungen in den vergangenen drei Jahren hat die Mehrheit der Unternehmen Investitionen bei der Prozessautomatisierung getätigt. Der Löwenanteil fiel dabei auf die Sparten Prozessoptimierung/Consulting (85%), gefolgt von ERP(SAP)-Automatisierung (81%). Ebenfalls von Bedeutung sind Eigenentwicklungen und Migration (je 70%) zurück ins eigene Unternehmen. "Diese Investitionen haben sich bezahlt gemacht. Viele der Unternehmen konnten bei gleichzeitiger Kostenreduktion eine Effizienzsteigerung erzielen", sagt Sturm.

Ähnliche Effekte erwarten sich die befragten Experten im Bereich Job Scheduling, auch wenn sich hier ein sehr indifferentes Bild ergibt. Denn explizit investieren wollen lediglich ein Drittel der befragten Unternehmen. "Generell ist das Wissen über Prozessautomatisierung und Job Scheduling noch nicht ausgereift. Erfreulich für den Markt: Neben Branchenriesen wie IBM, SAP und Computer Associates hat sich mittlerweile auch das österreichische Hightech-Unternehmen SBB als bekannter Anbieter für Prozessautomatisierungs-Software etabliert.

Informationen zur Studie

An der Studie "Investitionstrends in Rechenzentren" nahmen die IT-Chefs von insgesamt 35 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe im deutschsprachigen Raum teil. Als Erhebungsinstrument diente ein standardisierter Fragebogen, der teilweise offene und teilweise geschlossene Fragen enthielt.

Mag. Ingrid Köchler | Temmel, Seywald & Partner
Weitere Informationen:
http://www.tsp.at

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