Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institute: Konjunkturelle Erholung im kommenden Jahr

22.10.2002


Zur Herbstdiagnose der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute erklären das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie:

In ihrer Herbstdiagnose erwarten fünf der sechs beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute im kommenden Jahr eine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfeldes und damit einhergehend auch eine Erholung der deutschen Konjunktur. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wird sich demnach auf 1,4 % - nach 0,4 % in diesem Jahr -verstärken. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind nach Ansicht der Institute vor allem eine Stabilisierung der Aktienkurse in Westeuropa und den USA, die Vermeidung einer kriegerischen Auseinandersetzung in der Golfregion, ein Rückgang der Ölpreise und damit verbunden ein Zuwachs an Vertrauen bei Unternehmen und privaten Haushalten. Eines der Institute rechnet mit einer weniger günstigen Entwicklung. Ende Oktober wird die Bundesregierung turnusgemäß ihre eigene gesamtwirtschaftliche Projektion vorlegen.

Die niedriger als erwartet eingetretene Wachstumsrate dieses Jahres kann nach Auffassung der Institute nicht der Wirtschaftspolitik angelastet werden. Sie fordern die Politik aber auf, im Rahmen eines schlüssigen Konzepts die Weichen für mehr Wachstum und Beschäftigung zu stellen. Mit der Koalitionsvereinbarung sieht die Bundesregierung diese Voraussetzung gegeben. Die Koalitionspartner haben sich auf einen Konsolidierungskurs verständigt, der sowohl den Vereinbarungen des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes Rechnung trägt als auch die Bedingungen für nachhaltiges Wachstum und mehr Beschäftigung weiter verbessern wird. Die von den Instituten befürwortete Umschichtung zugunsten von Investitionen in Infrastruktur und Humankapital ist wichtiger Bestandteil der künftigen Wirtschafts- und Finanzpolitik. In dieser Legislaturperiode wird durch eine konsequente Konsolidierungsoffensive die Neuverschuldung zurückgeführt. Die Bundesregierung hält dabei an dem Ziel fest, bis zum Jahr 2006 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen. Ebenso wird sie, wie angekündigt, das Hartz-Konzept Punkt für Punkt umsetzen, um neue Beschäftigungspotentiale zu erschließen und sozial zu gestalten. Auch von den Instituten werden viele dieser Empfehlungen ausdrücklich positiv bewertet.



Der Text der Gemeinschaftsdiagnose ist unter folgenden Internet-Adressen der beteiligten Institute abrufbar:

www.ifo.de
www.uni-kiel.de/ifw
www.diw.de
www.hwwa.de
www.rwi-essen.de
www.iwh-halle.de

| BMWi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort
28.11.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik