Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

StBA: 1,6 Mill. Gewerbeanzeigen im Jahr 2000 ./. Rückgang der An- und Abmeldungen

03.04.2001


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2000 in Deutschland 1,6 Mill. Gewerbetreibende den Beginn, die Veränderung oder die Aufgabe eines Gewerbes angezeigt; dies ist gegenüber 1999 ein Rückgang um 4,4 %. 755 000 dieser Anzeigen waren Anmeldungen eines Gewerbebetriebes (- 3,3 % gegenüber 1999). Differenziert man nach dem Anlass, bestand in rund 600 000 Fällen die Absicht, einen Betrieb neu zu errichten. Von diesen neuerrichteten Betrieben kann bei 200 000 eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden, da sie entweder als Kapital- oder Personengesellschaften firmierten oder aber eine Handwerks- bzw. Registereintragung vorweisen konnten oder zumindest einen Arbeitnehmer beschäftigten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl dieser Betriebsgründungen zurückgegangen (- 6,2 %). Die übrigen rund 400 000 Neuerrichtungen (- 2,2 % gegenüber 1999) erfüllten keine dieser Voraussetzungen, so dass man von Kleingewerben oder Nebenerwerben ausgehen kann. Bei fast 118 000 Anmeldungen wurde als Anlass die Übernahme eines Betriebes (Kauf, Pacht, Erbfolge), Gesellschaftereintritte oder Rechtsformänderungen mitgeteilt (- 5,8 %). Knapp 37 000 Betriebe verlagerten lediglich ihren Standort (+ 12,0 %). Daneben wurden im Jahr 2000 fast 663 000 Abmeldungen von Gewerbebetrieben (- 6,2 %) angezeigt. In 144 000 Fällen dürfte ein größerer Betrieb geschlossen worden sein (- 1,5 %), weil es sich um eine Kapital- oder Personengesellschaft oder einen Betrieb handelte, der in einem Register eingetragen war oder zumindest einen Arbeitnehmer beschäftigte. Die Aufgabe von Kleinbetrieben (ca. 356 000) hat um 10,1 % abgenommen. In weiteren rund 111 000 Fällen ist der Betrieb veräußert, vererbt oder verpachtet worden oder es sind Gesellschafter ausgetreten oder die bisherige Rechtsform wurde abgemeldet (- 4,8 %). In fast 52 000 Fällen wurde der Betrieb mit dem Hinweis aufgegeben, dass an anderer Stelle ein Neuanfang geplant sei (+ 7,5 %). Neben An- und Abmeldungen sind im Jahr 2000 bei den Gewerbeämtern rund 181 000 Ummeldungen registriert worden (- 2,3 %); sei es, dass eine neue oder zusätzliche Tätigkeit ausgeübt wurde oder innerhalb des Meldebezirks ein Umzug stattgefunden hat. Die An- und Abmeldungen verteilten sich räumlich wie folgt. In den neuen Ländern und Berlin wurden im Jahr 2000 fast 152 000 Gewerbe (- 6,9 %) angemeldet, knapp 144 000 (- 4,0 %) abgemeldet und 52 000 (- 4,5 %) umgemeldet. Für das frühere Bundesgebiet ohne Berlin ergaben sich 603 000 Anmeldungen (- 2,3 %), 519 000 Abmeldungen (- 6,8 %) und rund 129 000 Ummeldungen (- 1,3 %). Gewerbeanzeigen im Jahr 2000 Veränderung gegenüber 1) dem Gewerbeanzeigen Anzahl Vorjahr in % Anmeldungen 755 172 - 3,3 Neuerrichtung 600 695 - 3,6 - Betriebe mit größerer 2) wirtschaftlicher Substanz 199 994 - 6,2 - Kleingewerbetreibende oder Nebenerwerbsbetriebe 400 701 - 2,2 Verlegung des Standorts 36 730 + 12,0 3) Übernahme 117 747 - 5,8 Abmeldungen 662 743 - 6,2 Aufgabe eines Betriebes 499 639 - 7,8 - Betriebe mit größerer 4) wirtschaftlicher Substanz 143 901 - 1,5 - Kleingewerbetreibende oder Nebenerwerbsbetriebe 355 738 - 10,1 Verlegung des Standorts 51 881 + 7,5 5) Übergabe 111 223 - 4,8 Ummeldungen 181 132 - 2,3 1) Ohne Automatenaufsteller und Reisegewerbe. 2) Einzelunternehmen mit Eintrag in das Handelsregister oder die Handwerksrolle oder mit mindestens einem Arbeitnehmer und alle übrigen Rechtsformen. 3) Kauf, Pacht, Erbfolge, Rechtsformänderung, Gesellschaftereintritt. 4) Einzelunternehmen mit Eintrag in das Handelsregister oder mit mindestens einem Arbeitnehmer und alle übrigen Rechtsformen 5) Verkauf, Verpachtung, Erbfolge, Rechtsformänderung, Gesellschafteraustritt. Weitere Auskünfte erteilt: Brigitte Saling, Telefon: (0611) 75-2600, E-Mail: brigitte.saling@statistik-bund.de ots-Originaltext: Statistisches Bundesamt Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Pressestelle Telefon: (0611) 75-3444

Pressestelle |

Weitere Berichte zu: Rechtsform Rechtsformänderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie