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BDI zu Exportzahlen: Trotz schwacher Weltkonjunktur Wachstum erwartet

08.08.2012
- Ausfuhren im ersten Halbjahr über Vorjahresniveau
- Europäische Schuldenkrise belastet Industrie
- Exportwachstum von 3 Prozent für 2012 erwartet

Die Exporte sind im zweiten Quartal 2012 um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Die Exportwirtschaft hält sich damit trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft gut", kommentierte Oliver Wieck, Leiter der BDI-Außenwirtschaftsabteilung, die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Exportzahlen. Auch im zweiten Quartal war der Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum positiv.

Die Exporte des gesamten ersten Halbjahres liegen sogar um 4,8 Prozent über dem Vorjahreswert. "Vor allem die Ausfuhren in die Länder außerhalb Europas haben zugelegt. Sie liegen um 11,1 Prozent über dem ersten Halbjahr 2011", so Wieck. Der wichtigste Markt für deutsche Ausfuhrgüter sei mit einem Anteil von rund 60 Prozent nach wie vor die Europäische Union. Allerdings hätten die Ausfuhren in die Länder der EU nur um 0,7 Prozent zugelegt.

Wenn sich die Banken- und Staatsschuldenkrise nicht weiter ausweitet, rechnet der BDI damit, dass die Exporte ihr Niveau im weiteren Jahresverlauf halten können. Auch die Auslandsaufträge zeigen eine robuste Entwicklung. Bestätigt wird dies durch die aktuelle Umfrage des BDI bei den exportorientierten Industriebranchen. "Für die Maschinen- und Ernährungsindustrie erwarten wir eine deutliche Exportzunahme im Gesamtjahr, auch für die Chemie- und Elektroausfuhren wird 2012 ein gutes Jahr." Insgesamt rechnet der BDI für 2012 mit einem Exportwachstum von mindestens 3 Prozent.

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