Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserte Mobilitätsangebote durch übergreifende Konzepte

08.03.2013
Die verbesserte Integration von Elektromobilität in regionale Mobilitätsdienste steht im Mittelpunkt des Projekts „Intermodales eMobilitätsmanagement (I-eMM)“, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre im Spitzencluster ‚Elektromobilität Süd-West‘ mit 1,67 Millionen Euro fördert.

Ziel ist es, verbesserte Elektro-Mobilitätsangebote insbesondere in Vernetzung mit öffentlichem Personennahverkehr und CarSharing-Angeboten zu schaffen. PTV Group leitet als Koordinator das Verbundprojekt, an dem auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt ist. Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt 3,4 Millionen Euro.

Unser Mobilitätsverhalten verändert sich: Mobilitätsservices wie attraktive öffentliche Verkehrsangebote oder flexible Fahrzeugmietdienste gewinnen an Bedeutung, der Besitz eines eigenen Pkws wird hingegen immer weniger wichtig. Das neue Forschungsprojekt untersucht jetzt, wie sich mit Elektrofahrzeugen in Zukunft neue, stärker integrierte Mobilitätsangebote für Bürgerinnen und Bürger effizient konzipieren und betreiben lassen.

Das Projekt I-eMM erforscht dabei Konzepte für Angebot und Betrieb von Mobilitätsdienstleistungen, die (Elektro-)Fahrzeugangebote von CarSharing-Betreibern und ÖPNV-Anbietern miteinander verknüpfen. Den Anwendungskontext bietet dabei die Region Rhein-Neckar, in der beispielhaft Potenziale und neue Angebote von Elektromobilität aus der Kooperation der Stadtmobil Rhein-Neckar AG und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH im Mittelpunkt stehen. Neu ist dabei der Einsatz verkehrsplanerischer Methoden und Modelle. Auf Basis der definierten Mobilitätsangebote werden anschließend Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Prozesse und Abläufe betreiberübergreifend analysiert und konzipiert, um eine integrierte Abrechnung der Mobilitätsdienstleistungen zu ermöglichen.

Ein zweiter betreiberübergreifender Schwerpunkt stellt die betriebliche Integration von Echtzeitdaten aus Elektrofahrzeug- und ÖPNV-Betrieb dar. Hierfür werden passende Schnittstellen für den Austausch von Echtzeitdaten zwischen eFahrzeug, eFlottenbetreiber und ÖPNV-Leitstelle konzipiert. Damit lassen sich Informationsdienste an Reisende und Pendler in der Region verbessern, die aktuell, betreiberübergreifende Auskunft geben und den Reiseverlauf unterstützen – und letztendlich in Zukunft die Attraktivität von Elektromobilitätslösungen steigern. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts für das intermodale eMobilitätsmanagement werden mit Ende der Laufzeit im August 2015 vorliegen.

Engagierte Partner

Sechs forschungsaffine Partner aus verschiedenen Branchen sind in diesem Projekt aktiv und unterstützen es mit ihrem Know-how: Das Forschungszentrum Informatik (FZI) und das Karlsruher Institut für Technologien (KIT) mit dem Institut für Verkehrswesen (IfV) und dem Institut für Produktentwicklung (IPEK) bringen neueste wissenschaftliche Aspekte ein. Aus der Industrie engagieren sich die Softwareanbieter PTV Group und RA Consulting. Als Pilotpartner stehen seitens ÖPNV die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH und seitens Car-Sharing die Stadtmobil Rhein-Neckar AG zur Verfügung.

Spitzencluster Elektromobilität Süd-West

Mit rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft ist der Spitzencluster Elektromobilität Süd-West einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität. Der Cluster, der von der Landesagentur e-mobil BW GmbH gemanagt wird, verfolgt das Ziel, die Industrialisierung der Elektromobilität in Deutschland voranzubringen und Baden-Württemberg zu einem wesentlichen Anbieter elektromobiler Lösungen zu machen. Das Spitzencluster wird vom BMBF im Rahmen der High-Tech Strategie der Bundesregierung über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 40 Mio. Euro gefördert. Ziel der Spitzenclusterförderung ist es, regionale Potenziale entlang der gesamten Innovations- und Wertschöpfungskette zu bündeln. Unter dem Motto „road to global market“ nutzt der Cluster die einmaligen Möglichkeiten der Region Karlsruhe – Mannheim – Stuttgart – Ulm, um renommierte große, mittlere und kleine Unternehmen aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Energietechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnologie untereinander und mit Forschungsinstituten vor Ort zu vernetzen.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungs-zentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit