Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einführung einer Abschnitts-Durchschnittsgeschwindigkeitsmessung auf französischen Straßen

04.02.2010
Das französische Ministerium für Verkehr plant in Kürze den Einsatz eines neuen Geschwindigkeits-Messverfahrens.

Die neuen Radaranlagen sollen dabei die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges auf einer Teilstrecke ermitteln. Das seit 2003 auf der Autobahn A10, in der Nähe von Orleans, getestete System ist nun marktreif. Nach Angaben des Ministeriums soll es ab der zweiten Jahreshälfte verstärkt zum Einsatz kommen.

Zunächst geht es jedoch eher um eine pädagogische Maßnahme: dem betroffenen Fahrer wird lediglich angezeigt, dass er zu schnell fährt. Jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass künftig bei überhöhter Geschwindigkeit auch Strafen fällig werden.

Solche Radaranlagen kommen bereits in Großbritannien, Deutschland, Italien und Norwegen zur Anwendung.

Durch diese Maßnahme erhofft sich die Regierung, die Sicherheit auf den französischen Straßen deutlich zu erhöhen.

1998 kamen noch über 9.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2009 waren es nur noch 4.260. 2012 sollen es weniger als 3.000 sein.

"Dieses System scheint genauer zu sein und vor allem nicht so gefährlich wie herkömmliche Anlagen, da zu schnell fahrende Autofahrer nicht mehr dazu verleitet werden, ruckartig vor einem Blitzer abzubremsen", erklärt Georges Mothron, UMP-Abgeordneter des Departements Val-d'Oise.

Die Funktionsweise ist einfach: eine erste Kamera erfasst die Geschwindigkeit des vorbeifahrenden Wagens, und entziffert durch ein spezielles Bildbearbeitungsprogramm dessen Kennzeichen. Dieses wird an eine zweite Kamerastation weitergeleitet, die wenige Kilometer entfernt aufgebaut ist. Sobald das Fahrzeug an ihr vorbeifährt, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet, und dem Fahrer auf einer Anzeigetafel signalisiert.

Entwickelt wurde das System vom Zentrum für technische Studien zur Ausstattung des Mittelmeerraums (Centre d'études techniques de l'équipement Méditerranée).

Quellen: - Artikel aus "Le Monde" – 25.01.2010

- Artikel aus Futura-Sciences – 27.01.2010 -

http://www.futura-sciences.com/fr/news/t/technologie-1/d/radar-troncon-la-police-veut-filmer-lesplaques- dimmatriculation_22374/#xtor=RSS-8

Redakteur: Sebastian Ritter, sebastian.ritter@diplomatie.gouv.fr

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 176 vom 03.02.2010)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich
Kostenloses Abonnement durch E-Mail an: sciencetech@botschaft-frankreich.de

| Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de/allemand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Zurück im Depot: AERO-TRAM schließt Messungen ab
13.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften