Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pilotphase erfolgreich beendet - Markteinführung des Paketroboters zur Messe "transport logistic"

08.06.2007
Er läuft und läuft und läuft! Über viele Monate hat der Paketroboter nun seine Leistungsfähigkeit bewiesen und vollkommen selbstständig lose, standardisierte Stückgüter aus Containern entladen. Das System erkennt die Pakete im Laderaum, greift sie und legt sie danach auf einem Förderband ab.

In der Pilotphase bewegte die Anlage pro Stunde rund 450 Pakete, schon bald werden es 600 sein. Das sind am Tag knapp 150 Tonnen, die künftig keine Bandscheibe mehr belasten. Nun ist die Pilotierung des Hightech-Systems erfolgreich abgeschlossen. In Bremen entwickelt und dort künftig auch produziert, wird der Paketroboter nun als eines der Highlights zur internationalen Leitmesse der Transport- und Logistikbranche in den Markt eingeführt:

Messe "transport logistic" (12. bis 15.6.) in München in Halle A5 an Stand 201/302.

Der Paketroboter ist das Ergebnis eines interdisziplinären Kooperationsprojektes des Bremer Instituts für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA) an der Universität Bremen, der Deutschen Post AG und dem Bremer Raumfahrtunternehmen Astrium GmbH Space Transportation, einer EADS-Tochter. Und dafür, dass die Innovation nun ihren Weg auf den Markt findet, sorgt ebenfalls ein Bremer Unternehmen: Die ThyssenKrupp Krause GmbH produziert den Paketroboter und übernimmt auch dessen Integration in die Logistikprozesse. Mit der Post-Tochter DHL Exel Supply Chain in Essen gibt es schon den ersten Kunden für das neue Produkt.

... mehr zu:
»DHL »Paketroboter »Pilotphase

Schon während des Testbetriebes für diesen Kunden im DHL Logistikzentrum in Essen erregte das Hightech-System große Aufmerksamkeit und gilt als Weltneuheit. Inzwischen wird es im internationalen Forschungszentrum "DHL Innovation Center" der Deutschen Post World Net in Troisdorf als beispielhafte Entwicklung präsentiert, und vier der an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler erhielten den ersten europäischen Förderpreis für Entwicklungen im Bereich der Robotertechnik und der Anwendung von Robotern.

"An derartigen Lösungen gibt es in der gesamten Logistikbranche einen erheblichen Bedarf", wissen die BIBA-Wissenschaftler, die derzeit an einer Studie zum neuen Markt Robotik-Logistik arbeiten. Einsatzfelder für das neue System sieht Dr.-Ing. Jörg Bunke von ThyssenKrupp Krause unter anderem im Kurier-, Express und Paketmarkt (KEP), und da besonders in den ergonomisch problematischen Arbeitsbereichen. Schon die ersten Reaktionen der Logistik-Branche auf die Innovation stimmen Bunke zuversichtlich: "Mit dieser Zukunftstechnologie werden wir langfristig Arbeitsplätze sichern."

Hintergrund:

Das System "Paketroboter"

Das System entlädt deckenhoch und auch engstens bepackte 20- bis 40-Fuß-Container und Wechselbrücken. Nur drei Meter breit und als ein Leichtgewicht steht der Paketroboter problemlos auf jeder Laderampe oder in jeder Wechselbrücke. Ob schief oder lückenlos gestapelt, das System registriert jedes Paket. Aber die Anlage kann noch mehr. Das System lässt sich in vielfältige Logistikprozesse integrieren und bietet die Möglichkeit, den Wareneingang vollständig zu automatisieren. Der Entladeprozess kann zum Beispiel mit der Palettierung und Kommissionierung, dem Zusammenstellen von Waren, gekoppelt werden. Entlädt der Paketroboter im Wareneingang die Container oder Wechselbrücken, kann die Ware im folgenden Prozess mit einem zusätzlichen Industrieroboter sortenrein oder auftragsbezogen auf Paletten gestapelt werden. Für das sichere Erkennen müssen hierfür die Stückgüter mit RFID-Tags versehen sein. Im Testbetrieb wurde das bereit erfolgreich nachgebildet. Mit dieser Lösung, die verschiedene Technologien miteinander verknüpft, kann die Schnittstelle zwischen Transport- und Distributionssystem automatisiert werden und schafft damit neue Nutzungsmöglichkeiten innerhalb der derzeitigen Logistiknetze.

Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA)
Das Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA) an der Universität Bremen ist ein ingenieurwissenschaftliches Forschungsinstitut mit einer Schwerpunktsetzung in der Logistik. Es zählt zu den größten Forschungseinrichtungen im Land Bremen. In den vier Forschungsbereichen des BIBA arbeiten knapp 100 Menschen. Sie kommen aus der Produktionstechnik sowie angrenzenden wissenschaftlichen Disziplinen. Der Bereich "Intelligente Produktions- und Logistiksysteme" (IPS) konzentriert sich auf neue Konzepte, Methoden und Lösungen zur Verbesserung von Produktions- und Logistikprozessen. Das IPS-Projektteam "ProLogistics" hat seinen Fokus auf Automation, Handhabungstechnik sowie der Verknüpfung unterschiedlicher Technologien. Gemeinsam mit den Kunden erarbeiten wir Lösungen auch für komplexe Probleme. Der interdisziplinäre Wissensaustausch und ein praxisnahes, ideenreiches Vorgehen stehen dabei stets im Vordergrund.

Deutsche Post World Net

Mit der gebündelten Logistik-Kompetenz ihrer Marken Deutsche Post, DHL und Postbank bietet die Gruppe integrierte Dienstleistungen und maßgeschneiderte, kundenbezogene Lösungen für das Management und den Transport von Waren, Informationen und Zahlungsströmen durch ihr multinationales und multi-lokales Know-how und Netzwerk. Deutsche Post World Net ist zugleich führender Anbieter für Dialog Marketing sowie effiziente Outsourcing- und Systemlösungen für das Briefgeschäft. In 2006 wurde ein Konzernumsatz von mehr als 60 Milliarden Euro erwirtschaftet. Deutsche Post World Net beschäftigt rund 500.000 Mitarbeiter in über 220 Ländern und Territorien und ist damit einer der größten Arbeitgeber weltweit.

ThyssenKrupp Krause GmbH

ThyssenKrupp Krause, ein Unternehmen von ThyssenKrupp Technologies, ist spezialisiert auf Hightech-Anlagen und beschäftigt weltweit zirka 2.000 Mitarbeiter. Am Standort Bremen, wo der Paketroboter gebaut wird, arbeiten rund 900 Menschen. Seinen Ruf als Schrittmacher für neue, technische Lösungen verdiente sich ThyssenKrupp Krause im Bereich der Montage-, Prüf- und Testsysteme für Aggregate vornehmlich für die Automobil- und Zuliefererindustrie. So werden alle Anforderungen an einen Lieferanten von Maschinen und Anlagen erfüllt - von der Projektplanung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung, Montage und Inbetriebnahme. Es besteht ebenso die Möglichkeit, die Wartung und Instandhaltung von ThyssenKrupp Krause durchführen zu lassen.

Fotos unter http://www.robotik-logistik.de/presseservice.html

Ihre Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer
Telefon: 0173 616 36 83, E-Mail: ech@biba.uni-bremen.de
Dr.-Ing. Jörg Bunke
Telefon: 0162 987 93 29, E-Mail: joerg.bunke@thyssenkrupp.com
Weitere Informationen:
http://www.robotik-logistik.de
http://www.biba.uni-bremen.de
http://www.thyssenkrupp-krause.de
http://www.dpwn.de (Suche Paketroboter)
http://www.dhl-innovation.de

Sabine Nollmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.biba.uni-bremen.de

Weitere Berichte zu: DHL Paketroboter Pilotphase

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa
22.02.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise