Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das City-Traffic

07.03.2002


Verkehrsbrennpunkte im Visier: City-Traffic warnt vor Staus


Per Simulation wagen sie den Blick in die Zukunft und geben Staus keine Chance: Uwe Beyer und seine Kollegen vom Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente Systeme AIS. Im Projekt City Traffic bilden künstliche Realität und reales System durch die kontinuierliche Nutzung realer Sensordaten eine Symbiose zur Steuerung des fließenden Verkehrs. Pilotstadt ist Bonn.

Hupende Autos, langsame Busse, quietschende Mopeds und hektische Fußgänger - sie alle bevölkern die Straßen der Stadt. Und sie alle sind verantwortlich für fließenden Straßenverkehr oder kilometerlange Staus. In der Realität, wie auch in der Simulation. Denn mit Hilfe der Informationen von Videokameras, Ampelanlagen, Luftaufnahmen und Kartenmaterial wird das virtuelle Bonn geschaffen. Dabei berücksichtigt werden alle Verkehrszeichen, Einbahnstraßen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und sogar das Verhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer. Sensoren, überall in der Stadt verteilt, melden das Verkehrsaufkommen. Erhöht sich dieses, simuliert City-Traffic sofort die eventuell entstehenden Staus.

City-Traffic simuliert also nicht nur die derzeitige Verkehrssituation, sondern rechnet hoch, wie sie sich in den nächsten Minuten verändern wird. Alle 15 Minuten können Vorhersagen getroffen werden. Je nach Situation kann sich der Bürger dann entscheiden, einen anderen Weg zu wählen oder das Auto ganz stehen zu lassen und auf Bahn oder Fahrrad umzusteigen.

Ein individuelles Informationssystem für alle Verkehrsteilnehmer ist das Ziel. Schon in den nächsten drei Jahren werden die Bürger der Stadt Bonn sich einen Überblick über die Stausituation in ihrer Stadt per Handy oder E-Mail machen können.

Interessant ist das System aber auch für Städteplaner. Die Auswirkungen von baulichen Veränderungen oder Neubauten können ebenfalls simuliert werden. Wie wirkt sich beispielsweise der Bau einer neuen Schule auf das Verkehrsaufkommen des gesamten Stadtteils aus? Entlastet der Bau einer Fußgängerüberführung die Straße wirklich? City-Traffic ist auch auf andere Städte anwendbar.

Das Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente System AiS finden Sie auf der CeBIT in Hannover vom 13. bis 20. März in Halle 11, Stand A 10 und A 14.

Kontakt:
Fraunhofer-Institut Autonome Intelligente Systeme AIS
Dipl.-Inf. Uwe Beyer
Schloss Birlinghoven
53754 Sankt Augustin
Tel.: 022 41/14-22 14
Fax: 02241/14-2384
E-Mail: uwe.beyer@ais.fraunhofer.de 
City-traffic@ais.fhg.de

Dipl.-Journ. Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.ais.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: City-Traffic Stau Verkehrsaufkommen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Intelligente Planung und Steuerung für mehr Effektivität und Effizienz bei Autoumschlag in Häfen
14.09.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Umweltfreundliches Segway toppt Rad und Auto bei kurzen Strecken
08.09.2017 | Hochschule Heilbronn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie