Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einführung eines modernen Planungssystems für Busgesellschaften

25.01.2002


System Microbus optimiert Fahrplangestaltung und Einsatzplanung bei regionalen Busgesellschaften

Die DB Regio AG - die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn - hat an das Berliner Software-Unternehmen IVU Traffic Technologies AG einen Auftrag über die Einführung eines modernen Planungssystems für die bahneigenen regionalen Busgesellschaften erteilt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt in Frankfurt am Main unterzeichnet.

Für den Kunden bringt das neue System eine verbesserte Auskunftsmöglichkeit über den integrierten Fahrplan der Deutschen Bahn, da die Anschlüsse zwischen Schiene und Bus automatisch berechnet und in Kursbuchtabellen und Aushangfahrplänen detaillierter dargestellt werden. Das neue Planungssystem liefert außerdem aktuelle Fahrplandaten an die elektronischen Bordrechner in den Bussen und an Hafas - das Fahrplanauskunftssystem der Bahn.

"Wir werden die bisher unterschiedlichen Systeme zur Fahrplangestaltung und Einsatzplanung in unseren regionalen Busgesellschaften künftig vereinheitlichen. Die daraus resultierenden Synergieeffekte wollen wir zur besseren Vernetzung aller Fahrplandaten im Busbereich sowie an den Schnittstellen zur Schiene nutzen", machte Rudolf Althoff, Leiter Informationsmanagement des Personenverkehrs, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung deutlich. "Bei der Umsetzung dieser Aufgabe haben wir uns für einen Partner aus der Software-Branche entschieden, der die notwendige Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt", so Althoff weiter.

"Die Bahn profitiert von den Erfahrungen in Großprojekten und dem erfolgreichen Einsatz von Microbus bei mehr als 150 Verkehrsunternehmen in 14 Ländern", erklärte Prof. Dr. Denert, Vorstandsvorsitzender der IVU AG.

Das künftige Planungssystem Microbus soll bis Ende 2003 schrittweise bei allen regionalen Busgesellschaften der DB Regio eingeführt werden.

Bereits ab Mai 2002 werden die vier Busgesellschaften Regionalverkehr Kurhessen GmbH, Regionalbus Saar-Westpfalz GmbH, Südbadenbus GmbH und Westfalenbus GmbH das System in einer Pilotphase testen.

Die Vorteile des Systems liegen neben der einfachen Handhabung insbesondere in seinen erweiterten Funktionalitäten. So können beispielsweise Haltestellen und Fahrwege auf digitalen Landkarten bearbeitet und der Fahrzeugeinsatz durch integrierte Optimierungswerkzeuge wirtschaftlicher geplant werden.

Die mittlerweile 25 regionalen Busgesellschaften der DB Regio betreiben gegenwärtig rund 4.000 Linien mit einer Gesamtlänge von 150.000 Kilometern und befördern ca. 675 Millionen Fahrgäste jährlich. Rund 10.500 Mitarbeiter sind bundesweit für die Busgesellschaften tätig. Der Anteil dieser Busgesellschaften am Gesamtmarkt des Öffentlichen Straßenperso-nenverkehrs - der den Verkehr mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen umfasst - liegt bei rund 7 Prozent.

Gunnar Meyer | ots
Weitere Informationen:
http://www.bahn.de

Weitere Berichte zu: Busgesellschaft Planungssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette
25.04.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

nachricht Smarte Datenanalyse für Verkehr in Stuttgart
28.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie