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Europäisches Forschungsprojekt für mehr Sicherheit im Seetransport

21.12.2001


Ende vergangener Woche, also noch rechtzeitig vor Jahresende, trafen sich in Brüssel, alle an einer Studie zur Erweiterung und Verbesserung des europäischen Seeverkehrsmanagements beteiligten Partner. Einer dieser Partner ist der Fachbereich Seefahrt der Hochschule Wismar.

Im Beisein von Vertretern des europäischen Departments für Energie und Transport wurde ein europäisches Forschungsprojekt eröffnet. Dies ist ein weiterer Schritt zur Unterstützung der in der ERIKA - Initiative verabschiedeten Maßnahmen der Europäischen Union zur Erhöhung des Gütertransports im maritimen Sektor.

Das Projekt, an dem renommierte europäische Hersteller und Forschungsinstitute in Kooperation mit Hafenbetreibern, Lotsenverbänden und Verantwortlichen der nationalen Administration beteiligt sind, wird durch die EU unterstützt und finanziell gefördert. Das internationale Konsortium mit insgesamt 25 Partnern u.a. aus Großbritannien, Frankreich, Schweden, den Niederlanden sowie Spanien und Italien hatte sich mit seinem Projektvorschlag zur Realisierung einer Studie zur Erhöhung der Sicherheit in den europäischen Küstengewässern unter dem Kurztitel EMBARC an den europaweiten Ausschreibungen innerhalb des 5. Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung beteiligt und nunmehr den Zuschlag zur Förderung erhalten.

Der Fachbereich Seefahrt Warnemünde wird sich mit verschiedenen spezifischen Beiträgen an der zu erstellenden Sicherheitsstudie beteiligen. Untersucht werden sollen unter anderem neue Möglichkeiten zur landgestützten Verkehrsüberwachung, die sich durch die Integration neuer technischer Systeme, wie zum Beispiel des neuen automatischen Schiffsidentifizierungssystems (AIS), für die landgestützte Verkehrsüberwachung ergeben können, erläutert der Projektleiter Prof. Dr. Ing. Knud Benedict. Einen anderen Arbeitsschwerpunkt bilden die beabsichtigten Entwicklungen zum Entwurf von Nutzeroberflächen, in denen die immer größere Vielzahl verfügbarer Informationen den jeweiligen Anwendern, wie etwa dem Koordinator von Such- und Rettungsaktionen (SAR) auch in geeigneter Weise, zum Beispiel in einem Display mit elektronischer Seekarte (ECDIS) präsentiert werden. Zu diesem Zweck sind u.a. Tests im Maritimen Simulationszentrum der Hochschule vorgesehen.

Eine Zielstellung ist es, die innerhalb des Projektes vorgeschlagenen und zu entwickelnden neuartigen Anwendungen für das Seeverkehrsmanagement bei sogenannten Feldtests im Nord- und Ostseeraum zu demonstrieren. Die Arbeiten des Projektes werden bis Ende 2004 laufen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr.-Ing. Michael Baldauf, Tel.: 0381 498 36 85 bzw. E-Mail:  m.baldauf@sf.hs-wismar.de.

Dipl.-Ing. Kerstin Baldauf | idw

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