Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Innovative Verkehrskonzepte gegen Stau"

25.07.2001


Am (heutigen) Mittwoch wurde in Berlin-Adlershof der Kooperationsvertrag zwischen dem Land Berlin und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) zur Gründung eines neuen Instituts für Verkehrsforschung unterzeichnet. Das Institut wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingerichtet. Die Aufgabe des Instituts ist die Erforschung neuer und innovativer Verkehrskonzepte, die die Mobilität verbessern sollen. Es ist Bestandteil des vom BMBF initiierten Schwerpunktes Verkehrsforschung beim DLR. Durch die neue Kombination von Verkehrsforschung und Erfahrungen des DLR aus der Luft- und Raumfahrt versprechen sich Fachleute und Politik wichtige Impulse für das Verkehrssystem.

Für den Aufbau eines Forschungsschwerpunktes "Verkehr" beim DLR stellt das BMBF bis 2002 insgesamt 25 Millionen Mark an zusätzlichen Fördermitteln zur Verfügung. Durch ergänzende Aufbauhilfen der DLR-Sitzländer in Höhe von insgesamt knapp 100 Millionen Mark werden neben dem neuen Institut für Verkehrsforschung in Berlin noch weitere Institute des DLR aufgebaut: ein Institut für Verkehrsführung und Fahrzeugsteuerung in Braunschweig sowie ein Institut für Fahrzeugkonzepte in Stuttgart. Daneben unterstützen Bayern und Nordrhein-Westfalen den neuen Schwerpunkt durch zusätzliche Projektmittel. Am Bayerischen DLR-Standort Oberpfaffenhofen steht eine durchgängige Entwurfs- und Bewertungsmethodik für Fahrzeuge hierbei im Vordergrund.

Anlässlich der Eröffnung des neuen DLR-Instituts für Verkehrsforschung (IVF) wies Staatssekretär Uwe Thomas am Mittwoch auf die Notwendigkeit einer umweltgerechten und nachhaltigen Mobilität hin: "In unserer stark arbeitsteiligen, zugleich aber auch zunehmend freizeitorientierten Gesellschaft spielt effiziente Mobilität eine zentrale Rolle. Allein die volkswirtschaftlichen Verluste durch Staus im Straßenverkehr belaufen sich jedes Jahr auf 4,7 Milliarden Stunden, die deutsche Autofahrer und Autofahrerinnen jährlich im Stau stehen, 12 Milliarden Liter Treibstoff-Mehrverbrauch oder 190 Milliarden Mark wirtschaftlichen Schaden. Das neue Institut in Berlin wird sich vor allem den Themen Verkehrsinformatik, Verkehrssystemanalyse, Verkehrssystemtechnik sowie dem Luftverkehr widmen. Es ist wichtig, uns Wege aus den Dauerstaus zu zeigen."

Die Bundesregierung habe daher in ihrem Forschungsprogramm Mobilität und Verkehr ein umfassendes Maßnahmenbündel geschaffen, für das bis Ende 2004 Fördermittel von bis zu 500 Millionen Mark vorgesehen sind. Die Stärkung der deutschen Forschungslandschaft im Verkehrsbereich sei dabei ein wichtiger Punkt. Vor allem das DLR solle seine langjährigen Kompetenzen aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt soweit möglich dafür nutzen, auch die bodengebundenen Verkehrsträger deutlich zu verbessern. "Das DLR bietet die Chance, die Infrastruktur einer staatlichen Großforschungseinrichtung in den Dienst der gesamten Mobilitäts- und Verkehrsforschung zu stellen", sagte Uwe Thomas.

Staatssekretär Uwe Thomas erwartet, dass das neue Institut für Verkehrsforschung den guten Ruf der Region Berlin-Brandenburg als wichtiges Zentrum für Mobilitäts- und Verkehrsforschung stärkt und dazu beiträgt, dass es sich in absehbarer Zeit zu einem internationalen Kompetenzzentrum der Verkehrsforschung entwickelt.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: DLR Luft- und Raumfahrt Stau Verkehrsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Effizient und intelligent: So können Drohnen die Zustellung von Gütern planen
12.07.2017 | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

nachricht Hyperloop: Hightech aus dem Nordwesten
10.07.2017 | Hochschule Emden/Leer

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten